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Krankenhauswahlverhalten chronisch Kranker

 

Projektkennung VfD_11_001906
Laufzeit von 07/2011 bis 12/2013
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Die wichtigsten Fragestellungen sind:
1. Wie hoch ist derzeit die Partizipation der Patienten bei der Krankenhauswahl?

2. Welcher Anteil an Patienten hat sich vor Aufnahme über Krankenhäuser informiert?
3. Welche Informationsquellen haben Patienten zur Krankenhauswahl benutzt?
4. Welche Informationen (wichtige Entscheidungskriterien) haben Patienten zur Krankenhauswahl berücksichtigt?
5. Unterscheiden sich die derzeitige Wahlmöglichkeit, das Krankenhauswahlverhalten und das Informationsbedürfnis nach soziodemografischen Faktoren (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, Sozialschicht), bei Vorliegen chronischer Erkrankung und nach Fachgebiet?
Hintergrund / Ziele Krankenhausaufenthalte sind für chronisch Kranke wiederholt auftretende und intensivierte Phasen im Behandlungsverlauf. Chronisch Kranke sind hauptsächliche Krankenhausnutzer und sollen im Sinne der partizipativen Versorgungsgestaltung informiert die Wahl eines Krankenhauses mitbestimmen können. Für Patienten ist ihre Mitentscheidung bei der Krankenhauswahl sehr wichtig. Unklar bleibt bisher, ob chronisch Kranke in Deutschland eine solche aktive Auswahlentscheidung treffen oder zumindest treffen könnten. Das Untersuchungsziel ist patientennah eine wissenschaftliche Grundlage für patientenorientierte Krankenhausinformationen zu erheben. Hierzu werden folgende Fragestellungen untersucht: Wie oft sind chronisch Kranke im Alltag an der Krankenhauswahl beteiligt? Wie viel Zeit verbleibt ihnen vor Aufnahme, um sich über Krankenhäuser zu informieren? Welche Informationsquellen nutzen sie und welches sind ihnen wichtige Entscheidungskriterien? Zeigen sich Unterschiede nach soziodemographischen Faktoren? Hierzu wird eine querschnittliche, multizentrische, nicht kontrollierte Beobachtungsstudie durchgeführt. An mehreren Teilstichproben mit konsekutiver Vollerhebung werden quantitative Primärdaten retrospektiv mittels Fragebogen gewonnen und statistisch ausgewertet. In einer geschichteten Erhebung sollen hierzu Daten zu 1840 Krankenhauspatienten aus den 10 bundesweit belegungsstärksten Fachrichtungen (Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie, Psychiatrie, Orthopädie, Neurologie, Urologie, HNO, Geriatrie) in 15 Krankenhäusern in NRW der unterschiedlichen Versorgungsebenen von Behandlern und Patienten erhoben werden. Erwartet werden Ergebnisse, die das Krankenhauswahlverhalten und das Informationsbedürfnis aller Patienten differenziert und insbesondere die chronisch Krankenen aufklärt. Aus diesen Erkenntnissen können dann Form (Gespräche, Berichte), Inhalte (patientenrelevante Wahlkriterien) und Zugänglichkeit (Haus-, Facharzt, Internet, Krankenhaus, Krankenkassen) von Informationsangeboten zielgruppengerecht (nach Fachgebieten, Alter und Geschlecht) gestaltet werden.
Methodik Querschnittliche, multizentrische, nicht kontrollierte Beobachtungsstudie.
Retrospektive, quantitative, epidemiologische Erhebung mittels Fragebogen, deskriptive und multivariate Analysen.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 1.925)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 1 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 28.06.2013