[Zurück zur Trefferliste]

CHANGE-2 - Beeinflussung des ärztlichen Verordnungsverhalten von Antibiotika bei Atemwegsinfekten in der deutschen Primärversorgung

 

Projektkennung VfD_CHANGE-2_12_001837
Laufzeit von 02/2012 bis 02/2016
Webseitehttp://allgemeinmedizin.med.uni-rostock.de/forschung/aktuelle-projekte/
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Im Rahmen einer cluster-randomisierten (nicht pharmakologischen) Studie wird untersucht, ob die auf Hausärzte abzielenden Interventionen in der Lage sind, die Zahl der Antibiotikaverordnungen bei Atemwegsinfekten zum Studienzeitpunkt T2 der eingeschlossenen Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe zu senken.
Darüber hinaus werden die Anzahl der Folgebehandlungen, Nebenwirkungen (inkl. Krankenhauseinweisungen) sowie die Wahl von leitlinienkonformen Antibiotikasubstanzen, falls ein Antibiotikum verordnet wurde, gemessen.
Hintergrund / Ziele Ziel der cluster-randomisierten, kontrollierten Studie ist es, die Effektivität zweier Interventionen zu testen, welche darauf abzielen, den Anteil der unangemessenen Antibiotikaverordnungen bei Erwachsenen und Kindern mit Atemwegsinfekten im Bereich der Primärversorgung zu verringern.
Methodik Es handelt sich um eine cluster-randomisierte, kontrollierte Studie, die in Hausarzt- und Kinderarztpraxen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen durchgeführt wird. Ein Cluster besteht jeweils aus einer eingeschlossenen allgemeinmedizinischen oder pädiatrischen Praxis. Nach der Rekrutierung erfolgt die Randomisierung in die drei Arme (Intervention A, Intervention A+B und Kontrolle). Die Rekrutierung der Patienten erfolgt durch einen konsekutiven Einschluss aller AOK Patienten mit akuten Atemwegsinfekten zu drei verschiedenen Zeitpunkten in den Arztpraxen vor Ort (T0 = Baseline-Erhebung; T1 = nach der edukativen Intervention; T2 = ein Jahr nach der Intervention).
In den Regionen sollen insgesamt bis zu 30.000 Patienten in die Studie eingeschlossen werden.
In den Arztpraxen geben die Patienten an, welche Beschwerden bei ihnen bzw. ihren Kindern vorliegen und wie lange die Beschwerden bestehen. Der Arzt gibt zusätzlich die Schwere der Erkrankung sowie ggf. eine Arbeitsdiagnose an. Folgende Daten werden im Rahmen der Studie zudem durch die AOK übermittelt: die Basisdokumentation von Diagnosen und relevanten Ergebnissen aus medizinischen Untersuchungen, die Anzahl von Antibiotikaverordnungen, Folgebehandlungen, Nebenwirkungen (inkl. Krankenhauseinweisungen) sowie die Wahl von leitlinienkonformen Antibiotikasubstanzen, falls ein Antibiotikum verordnet wurde.
Datenbasis Primärdaten
   Datenerhebung erfolgt in der Praxis schriftlich vor Ort  (Stichprobengröße: 20.000)
Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: 20.000)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 18.04.2016