[Zurück zur Trefferliste]

Präventionskampagne zur Verbesserung der Früherkennung von Tumoren der Mundhöhle in Schleswig-Holstein

Gemeinsam gegen Mundkrebs in Schleswig-Holstein

 

Projektkennung VfD_12_001816
Laufzeit von 01/2012, fortlaufend
Webseitehttp://www.mundkrebs.info
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Der Kenntnisstand der Bevölkerung und die Wahrnehmung der angebotenen Präventionsmöglichkeiten kann durch die Präventionskampagne verbessert werden.
Hintergrund / Ziele Ziel ist es, über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren eine fundierte, strukturierte und umfassende Präventionskampagne mit wissenschaftlicher Begleitevaluation in Schleswig-Holstein als Modellprojekt für Deutschland durchzuführen, um die Bevölkerung über Tumore der Mundhöhle aufzuklären. In der Kampagne soll settingbezogene und interpersonale Kommunikation eng mit (massen-) medialen Kommunikationswegen verzahnt werden. Schleswig-Holstein bietet hier aufgrund des erfolgreich durchgeführten mehrjährigen Vor-Projektes (Präventionsprojekt) die einmalige Möglichkeit, Zahnärzte als besonders glaubwürdige Multiplikatoren und Arztpraxen als Settings für die Kampagne einzubinden. Die Kampagnenbotschaften und Kommunikationsmittel sowie die Wirksamkeit der Kampagne im Hinblick auf den Kenntnisstand älterer Bürgerinnen und Bürger werden systematisch prozessbegleitend evaluiert. Auch hinsichtlich der Effizienzmessung bietet Schleswig-Holstein durch die umfangreichen Vorläuferstudien und bestehenden Kooperationen eine optimale Infrastruktur.

Die Aufklärungskampagne zielt in erster Linie auf die Risikogruppe dieser Krebserkrankung: Menschen (überwiegend Männer) über 60 Jahre aus bildungsfernen Schichten in eher städtischen Bereichen. Bei der Ansprache der Zielgruppen werden auch die in der Zielgruppenanalyse 2007 identifizierten soziodemographischen und sozioökonomischen Risikofaktoren, zentrale Aspekte des Gesundheitsverhaltens wie Alkohol- und Tabakkonsum sowie das Mediennutzungsverhalten berücksichtigt. Zur Exploration und Fundierung der Kommunikationsstrategien (Identifikation der geeigneten Kommunikationskanäle und Formulierung zielgruppengerechter Formen der Ansprache) wurde im Herbst 2011 eine qualitative Explorationsstudie (Fokusgruppen und problemzentrierte Leitfadeninterviews) mit relevanten Teilzielgruppen (Risikopersonen, Betroffene, Lebenspartnerinnen Betroffener) realisiert.

Aufgrund des Informationsdefizits hinsichtlich dieses Tumors soll primär die Existenz der Erkrankung bekannt gemacht werden, darauf sind Motiv, Logo und Slogan der Kampagne ausgerichtet. Parallel beginnt die gezielte Information über die unterschiedlichen Erscheinungsbilder der Erkrankung und die damit verbundenen Risikofaktoren. Zusätzlich wird über die einfachen und effektiven Möglichkeiten der Früherkennung aufgeklärt:
„Es gibt diese Krebserkrankung.“
„Ich kann etwas tun!“
„Wo finde ich kompetente Information und Beratung?“
Damit soll die zeitlich und inhaltlich aufbauende umfassende Präventionskampagne mit wissenschaftlicher Begleitevaluation in Schleswig-Holstein, als Modellprojekt für Deutschland mittelfristig zu miteinander verbundene Outcomes führen:
• Diagnosevorverlagerung
• frühzeitiger Therapiebeginn
Dies wird letztlich zu einer verbesserten Prognose und erhöhten Lebensqualität der Patienten führen und einer Reduzierung der Folgekosten.

Methodik Studiendesign
Repräsentative Befragung (n=500, ≥50 Jahre) innerhalb der Bevölkerung von Schleswig-Holstein

Instrumente
Die Befragung nach der CATI-Methode (computer-aided telefone interview) wird durch ein Meinungsforschungsinstitut durchgeführt.
Die Fragen bestehen aus soziodemographischen Fragen und Fragenkatalogen der Projektgruppe:
1. Kenntnisstand und Problembewusstsein
2. Rolle des Zahnarztes in der Früherkennung
3. Kontaktwahrscheinlichkeit mit Kommunikationskanälen/Trägermedien
4. Kampagnenwahrnehmung

Studienablauf
• Nullmessung (t0) (März 2012)
• Start der Bevölkerungskampagne (16.04.1212)
• Wiederholungsbefragung (t1) nach ca. 9 Monaten (Ende 2012)
• Wiederholungsbefragung (t2) im letzten Quartal der Kampagne (2013)
Datenbasis Primärdaten
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: 500)
Studiendesign Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 50 bis 0 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 04.07.2012