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BIUS - Fall-Kontroll-Studie zu Vorsorgeuntersuchungen und kindlichem Wachstum in der Schwangerschaft

 

Projektkennung VfD_BIUS_12_001814
Laufzeit von 03/2012 bis 02/2015
Webseitehttp://www.bips.uni-bremen.de/projekte.php?projID=445
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass fetale Wachstumsverzögerungen während der Schwangerenvorsorge nicht entdeckt werden?

Welche Faktoren von Seiten der Gesundheitsversorgung (Praxisausstattung, Gerätequalität, Erfahrung) und von Seiten der Mutter (Alter, Rauchen, Parität, Ethnie, Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen) hängen mit einer antepartalen Nicht-Entdeckung von fetalen Wachstumsverzögerungen zusammen?
Lassen sich Hochrisikogruppen für eine späte Diagnose identifizieren?
Hintergrund / Ziele Ein zentraler Aspekt bei Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerenvorsorge ist die Entdeckung von intrauterinen Wachstumsverzögerungen (SGA, IUGR). Während Studien zur Wirksamkeit des Ultraschallscreenings unter Studienbedingungen (efficacy) hohe antepartale Entdeckungswahrscheinlichkeiten für IUGR von 80-90% belegen, zeigen Beobachtungsstudien (effectiveness) aus den 1990er und den frühen 2000er Jahren Sensitivitäten von lediglich 25-30%.
Mögliche Ursachen hierfür sind bislang unzureichend untersucht. Es gibt Hinweise, dass ein Zusammenhang mit der Erfahrung des Untersuchers, der Qualität der verwendeten Ultraschallgeräte und der Art der Untersuchungseinrichtung besteht. Um mögliche Qualitätsmängel in der Schwangerenvorsorge aufzudecken und zu beheben, bedarf es einer Überprüfung der berichteten Sensitivitäten und einer Untersuchung potentieller Risikofaktoren für eine antepartale Nicht-Entdeckung von IUGR.

Vor dem Hintergrund der Verbesserung der technischen Ausstattung in den letzten 15 Jahren wird untersucht, ob die Sensitivität von Wachstumsverzögerungen heute ähnlich niedrig ist.
Ziel ist es, die gängige Praxis der Diagnostik von intrauterinen Wachstumsverzögerungen im Rahmen der Schwangerenvorsorge zu untersuchen. Dabei ist der Entscheidungsprozess der Gynäkologinnen und Gynäkologen besonders von Interesse, d.h. wann auf
Grundlage der Informationen aus sonografischen Untersuchungen eine Wachstumsverzögerung diagnostiziert wird und welche weiteren Faktoren bei diesem Entscheidungsprozess mit einbezogen werden. Darüber hinaus werden Mütter von Neugeborenen mit Wachstumsverzögerungen zu Faktoren der Inanspruchnahme von Schwangerenvorsorge, Schwangerschaftskomplikationen und soziodemografischen Faktoren befragt. So lässt sich der Einfluss verschiedener Faktoren von Seiten
der Mutter und von Seiten der Gesundheitsversorgung auf die Chance eine Wachstumsverzögerung zu erkennen untersuchen.

Methodik In Kooperation mit vier Bremer Geburtskliniken werden prospektiv über einen Zeitraum von zwei Jahren alle für das Gestationsalter zu kleine Neugeborenen erfasst und deren Mütter in einem persönlichen Interview (u.a. zur Inanspruchnahme von Schwangerenvorsorge, Komplikationen während der Schwangerschaft, soziodemografische Faktoren) befragt.

Ein Jahr nach dem Start der Fall-Kontroll-Rekrutierung schließt sich eine schriftliche Befragung aller niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen in Bremen und Umgebung zur gängigen Praxis des Ultraschallscreenings (u.a. zur Berufserfahrung, erlangte Zertifikate für Sonographie, Qualität der verwendeten Ultraschallgeräte, Anzahl der durchgeführten Sonographien pro Jahr und Art der Praxis) an.

Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 120)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 500)
Studiendesign Fall-Kontroll-Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 20.09.2012