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interprof - Interprofessionelle Zusammenarbeit und Kommunikation im Pflegeheim

Eine qualitative Untersuchung der Probleme in der medizinischen Versorgung von Pflegeheimbewohner und die Entwicklung von Verbesserungsstrategien

 

Projektkennung VfD_interprof_12_001785
Laufzeit von 02/2012 bis 07/2015
Webseitehttp://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4501.php
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie wird die medizinische Versorgung aus der Perspektive der Akteure (Pflegekräfte, Ärzte, Bewohner, Bezugspersonen) wahrgenommen?
Wie sind die Interaktionsstrukturen zwischen den Akteuren beschaffen und entsprechen diese den jeweiligen Erwartungen? (u.a. interprofessionelle Zusammenarbeit)
Welche Bedeutung hat Kontinuität in der medizinischen Versorgung?
Hintergrund / Ziele In Deutschland ist in den kommenden Jahrzehnten mit einem deutlichen Zuwachs an pflegebedürftigen Bewohnern in stationären Einrichtungen zu rechnen. Um eine hochwertige medizinische Versorgung in Pflegeheimen zu gewährleisten, ist eine gute Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen wesentlich.

Diese qualitative Multicenterstudie untersucht den „Status quo“ der Zusammenarbeit und der Kommunikationsstrukturen zwischen Pflegepersonal und Hausärzten im Pflegeheim. Zudem werden die Bedürfnisse und Erwartungen der Bewohner und ihrer Angehörigen erfasst. Auf Basis dieser Erkenntnisse soll ein Modell zur Verbesserung der Versorgungsqualität in Pflegeheimen entwickelt werden, welches abschließend in einer Pilotstudie getestet wird.

Durch die Studie sollen Defizite und Potentiale der Zusammenarbeit in der stationären Pflege aufgedeckt und ein Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgungsqualität der Bewohner von Pflegeheimen geleistet werden.
Methodik Im Studienteil 1 des Projekts wird der gegenwärtige Zustand der medizinischen Versorgung von Pflegeheimbewohnern insbesondere im Kontext der interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen exploriert. In offenen Leitfadeninterviews werden neben den aktuellen Bedürfnissen von Pflegeheimbewohnern und deren Bezugspersonen hinsichtlich der medizinischen Versorgung auch die Perspektive von Pflegekräften und Hausärzten, sowie deren Erfahrungen mit Inhalten und Form der interprofessionellen Zusammenarbeit analysiert. Zudem werden während Hausarztbesuchen im Pflegeheim teilnehmende Beobachtungen durchgeführt. Die wesentlichen Erkenntnisse der Leitfadeninterviews und der teilnehmenden Beobachtungen werden im Anschluss in mono- und interprofessionellen Fokusgruppen diskutiert. Diese haben zum Ziel, die gewonnenen Einblicke zu vervollständigen, Problembereiche zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten. Die Ergebnisse bilden die Basis für die Entwicklung eines Kooperations- und Kommunikationsmodells in einem multiprofessionellen Expertenworkshop.
Im Studienteil 2 wird die endgültige Intervention durch die Forscher konsentiert. Nach Implementierung des neuen Modells in einer Pilotstudie erfolgen wiederum eine qualitative sowie zusätzlich eine semiquantitative Auswertung hinsichtlich dessen Akzeptanz und Machbarkeit.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 100)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 9)
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 5)
   Interviews (Pilotstudie)  (Stichprobengröße: 48)
Studiendesign qualitative Multicenter-Studie
Pilotstudie= Interventionsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 12.03.2015