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Evaluation einer Planungsintervention mit telefonischer Nachsorge zur Aufrechterhaltung körperlicher Aktivität im Alltag

 

Projektkennung VfD_08_001775
Laufzeit von 03/2008 bis 08/2011
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Ziel des Projekts war die Prüfung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit einer kombinierten Planungs- und Nachsorgeintervention zu körperlicher Aktivität im Vergleich zum stationären Standard-Behandlungsprogramm einer Rehabilitationsklinik bei Patienten mit Adipositas (BMI zwischen 30 und 44). Im Rahmen der Intervention planten die Patienten bereits während ihres Rehabilitationsaufenthaltes körperliche Aktivitäten, die sie zu Hause umsetzen möchten; in sechs telefonischen Nachsorgegesprächen wurden sie bei der Realisierung der Pläne unterstützt. Die Nachsorge-Telefonate erstreckten sich über einen Zeitraum von zwei Wochen bis sechs Monaten nach der Rehabilitation. In den Telefonaten wurden mit einer Sporttherapeutin die Erfahrungen bei der Umsetzung der geplanten Aktivitäten besprochen und die Patienten wurden ggf. bei der Überwindung auftretender Hindernisse sowie einer Modifikation der Pläne unterstützt. Die primäre Fragestellung betraf die Wirksamkeit der Intervention im Hinblick auf Gewichtsreduktion und Bewegungsverhalten. Sekundäre Fragestellungen bezogen sich auf die Effekte der Intervention in Hinblick auf die Zielgrößen Motivation und Lebensqualität. Zudem wurde die differentielle Wirksamkeit in Abhängigkeit vom Geschlecht, von komorbiden Erkrankungen sowie der Ausgangsmotivation untersucht.
Hintergrund / Ziele Die Nachhaltigkeit von Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation ist oft nicht optimal. Den Patienten gelingt es z. T. nicht, die in der Rehabilitation initiierten Verhaltensänderungen langfristig weiterzuführen und in ihren Alltag zu integrieren. Daher werden Nachsorgemaßnahmen gefordert, um den Transfer zu verbessern.
Von besonderer Bedeutung für Patienten mit Adipositas mit Ko- oder Folgemorbidität ist eine langfristige Umstellung des Ernährungs und Bewegungsverhaltens, um eine in der Rehabilitation erreichte Gewichtsreduktion langfristig zu stabilisieren. Für körperliche Aktivität haben sich Interventionen zur Planung der Umsetzung im Alltag in der kardiologischen und orthopädischen Rehabilitation als erfolgreich erwiesen. Um Patienten mit Adipositas bei der Integration von körperlicher Aktivität in den Alltag zu unterstützen und die langfristige Umsetzung zu fördern, wurde eine Planungsintervention mit telefonischer Nachsorge kombiniert.
Methodik Die Beantwortung der Fragestellungen erfolgte über ein prospektives, kontrolliertes und randomisiertes Design mit Katamnese-Erhebungen sechs und 12 Monate nach der Rehabilitation. Alle Zielgrößen wurden über Fragebogen erfasst, das Körpergewicht zusätzlich über Arztangaben.
Insgesamt nahmen in einen Zeitraum von 13 Monaten (2008/2009) 467 Patienten an der Studie teil, deren Daten ausgewertet werden konnten (Interventionsgruppe, IG: n=228; Kontrollgruppe, KG: n=239). Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 18 und 64 Jahren und betrug im Durchschnitt 48 Jahre. 55% der Teilnehmer waren Männer. Der Großteil war erwerbstätig (88%). Zu Reha-Beginn betrug das mittlere Körpergewicht in der Stichprobe 110 kg, der mittlere BMI lag bei 36.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 64 Jahre
Ergebnisse S. Abschlussbericht (Veröffentlichungen)

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 19.01.2015