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Live-Online-Nachsorge geschulter Rehabilitationsteilnehmer durch E-Learning

 

Projektkennung VfD_08_001774
Laufzeit von 01/2008 bis 02/2010
Status des Projekts abgebrochen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Gelingt es den Teilnehmern einer Live-Online-Nachsorge besser, die in der stationären Rehabilitation gelernte Schmerzverarbeitung in den eigenen Alltag zu übernehmen und somit den Effekt der Rehabilitation auf den chronischen Rückenschmerz langfristig aufrecht zu erhalten?

Da es sich um eine neuartige Interventionsmethode handelt, sollen im Rahmen der Studie darüber hinaus folgende Nebenfragestellungen bearbeitet werden:
Lässt sich die Organisation und Umsetzung von Live-Online-Nachsorge-Sitzungen so gestalten und standardisieren, dass sich die Maßnahme als Routineverfahren in der Rehabilitation empfiehlt?
Welche Vor- und Nachteile bringt das Verfahren mit sich?
Hintergrund / Ziele Nachsorgemaßnahmen sollen den Transfer medizinisch-therapeutischer Leistungen in den Alltag unterstützen. Erschwert wird das durch den organisatorischen und personellen Mehraufwand in den Einrichtungen sowie durch lange Anfahrtswege und den damit verbundenen hohen zeitlichen Aufwand für die Teilnehmer. Die Verknüpfung einer stationär durchgeführten Patientenschulung mit einer im Internet angebotenen Online-Nachsorge stellt deshalb eine Alternative zu stationären Modellen dar. In der Studie wird exemplarisch eine Live-Online­Nachsorge für die orthopädische Rehabilitation entwickelt und evaluiert.
Dabei nehmen orthopädische Patienten, die im Rahmen einer stationären Rehabilitation eine Schmerzbewältigungsschulung erhalten haben, nach ihrer Entlassung über ein halbes Jahr im monatlichen Abstand von zu Hause aus an Online­Gruppensitzungen teil. Unter der Leitung des Therapeuten aus der Klinik trifft sich die Gruppe in einem „Online-Seminarraum" - einer virtuellen Seminarumgebung im Internet, in der viele Aspekte einer realen Seminarsituation nachgebildet werden können: Die Teilnehmer stehen über Sprache, ähnlich einer Telefonkonferenz, miteinander in Kontakt und können weitere Medien wie zum Beispiel ein elektronisches Flip-Chart oder Folien nutzen. Die Seminare sollen die gelernten Fähigkeiten zur Schmerzbewältigung im Alltag aufrecht erhalten und ermöglichen es, auftretende Probleme direkt in der gewohnten Umgebung bearbeiten zu können.
Methodik Für die summative Evaluation der Wirksamkeit wurde ein multizentrisches, randomisiertes Kontrollgruppendesign mit vier Messzeitpunkten gewählt. In zwei Rehabilitationszentren der Deutschen Rentenversicherung Bund sollen 632 Probanden konsekutiv rekrutiert und durch eine externe Randomisierung auf Ebene der Schulungsgruppen der Kliniken den beiden Untersuchungsbedingungen zugewiesen werden (Clusterrandomisierung).
In beiden Einrichtungen wird ein verhaltensmedizinisch orientiertes Schmerzbewältigungstraining durchgeführt. Die Interventionsgruppe erhält nach der Entlassung aus der Rehabilitationsklinik 6 Internet-Nachsorgesitzungen zu dieser Schulung, während die Kontrollgruppe keine Nachsorgeleistungen (usual care) erhält.
Patientendaten werden zu Beginn, Ende sowie 6 und 12 Monate nach der Rehabilitation erfasst. Primäre Zielkriterien des Behandlungserfolgs sind Schmerz, kognitive und behaviorale Schmerzverarbeitung. Sekundäre Zielgrößen sind schmerzbedingte psychische Beeinträchtigungen (Depression, Angst), Motivation zur Schmerzbewältigung sowie die allgemeine körperliche und psychische Funktionsfähigkeit. Als weitere Zielparameter wird die Zufriedenheit mit der Rehabilitation bzw. dem Nachsorgeangebot erfragt.
Datenbasis In dem Projekt werden keine Daten verwendet.
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 26.06.2012