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Vakuumversiegelungstherapie von Wunden

 

Projektkennung VfD_10_001726
Laufzeit von 03/2010 bis 12/2015
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Potentiale haben GKV-Routinedatenanalysen zur Innovationsbewertung der Vakuumversiegelungstherapie von Wunden?
Hintergrund / Ziele Bei der Vakuumversiegelungstherapie (VAC) von Wunden wird mit einem geschlossenen Unterdrucksystem Wundsekret abgeleitet, wodurch eine schnellere Wundheilung erreicht werden soll. Hierzu hat der G-BA am 14.02.2008 nach sechsjähriger Beratungszeit auf Basis eines IQWiG-Abschlussberichts vom 13.03.2006 sowie eines IQWiG-Rapidreports vom 29.01.2007 beschlossen, eine Entscheidung über die Aufnahme der VAC in die ambulante Versorgung für 3 Jahre auszusetzen. Dies erfolgte mit der Maßgabe, durch Modellvorhaben (§§ 63-65 SGB V) aussagekräftige wissenschaftliche Unterlagen zu beschaffen. Ein Schwerpunkt des WINEG ist die wissenschaftliche Analyse von Morbiditätsveränderungen durch neue Versorgungsformen auf Basis pseudonymisierter GKV-Routinedaten. Um in den wissenschaft-lichen Dialog mit den gesundheitspolitischen Akteuren zu den GBA-Modellvorhaben zu treten, erfolgt auf Basis der bisherigen VAC-Inanspruchnahme innerhalb des TK-Versichertenkollektivs eine Analyse hinsichtlich Nutzen-, Notwendigkeits- und Wirtschaftlichkeitsaspekten.
Methodik TK-Versicherte, bei denen die VAC zur Wundbehandlung angewendet wurde, werden mit TK-Versicherten verglichen, bei denen eine konventionelle Wundbehandlung erfolgte.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: 8.000.000)
Studiendesign Längsschnittstudie
Kohortenstudie (retrospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Im Zeitraum 2006-2008 wurden im TK-Versichertenkollektiv 661 Versicherte, die wegen "Komplikatio-nen bei Eingriffen" (ICD T81.0, T81.3, T81.4, T81.8) stationär aufgenommen wurden, mittels VAC be-handelt, während 8.364 Versicherte mit derselben Diagnose ohne VAC therapiert wurden. Inwiefern sich diese Gruppen hinsichtlich patientenrelevanter Outcome-Parameter (z.B. Krankenhausverweil-dauer, Notwendigkeit von Folgetherapien) auf Basis von GKV-Routinedaten unterscheiden, wird detailliert dargestellt werden.

Trotz methodischer Limitationen von GKV-Routinedaten können mit adäquater Operationalisierung wichtige Erkenntnisse zur Nutzen-, Notwendigkeits- und Wirtschaftlichkeitsaspekten generiert werden.

Bei der Bewertung medizinischer Verfahren mit unzureichender Primärdatengrundlage sollten GKV-Routinedaten ergänzend berücksichtigt werden, um in kürzeren Zeiträumen über eine Entscheidungsgrundlage zu verfügen.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 11.06.2012