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LDR-Brachytherapie beim Prostata-Ca

 

Projektkennung VfD_10_001725
Laufzeit von 03/2010 bis 12/2015
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Inwiefern können bei der Indikation "lokal begrenztes Prostata-Ca" auf Basis von GKV-Routinedatenanalysen "valide" Aussagen zu "Nutzen-Aspekten" für die permanente interstitielle Brachytherapie getroffen werden?
Hintergrund / Ziele Beim lokal begrenzten Prostata-Ca stehen neben der permanenten interstitiellen Brachytherapie (PBT) neben Watchful Waiting u.a. externe Strahlentherapie (EBRT) und radikale Prostatektomie (RP) zur Verfügung. Obwohl PBT seit mehr als 15 Jahren angewendet wird, kann aufgrund unzureichender Datengrundlage eine Nutzenbewertung im Vergleich zu EBRT und RP bislang nur auf Basis retro-spektiver Kohortenstudien erfolgen. Deshalb hat der G-BA am 17.12.2009 nach 7 Jahren Beratungs-zeit beschlossen, die Beratung über die PBT als ambulante GKV-Leistung für 10 Jahren auszusetzen, um durch vergleichende Studien mehr Erkenntnisse zu gewinnen.

Um in den wissenschaftlichen Dialog mit den gesundheitspolitischen Akteuren zu der vom G-BA geplanten Umsetzung der präferenzbasierten Studie zur Evaluation der PBT zu treten, erfolgt auf Basis der bisherigen Inanspruchnahme der PBT innerhalb des TK-Versicherten-kollektivs eine Analyse hinsichtlich Nutzenaspekten.
Methodik Da in GKV-Routinedaten klinische Angaben zu Tumorstadium und Prognosefaktoren fehlen, wurde eine neuartige Methodik mit therapiespezifischen multisektoralen Ein- und Ausschlusskriterien entwi-ckelt, mit der sich beim Prostata-CA lokalisierte von fortgeschrittenen Tumoren differenzieren lassen. Damit kann der Nutzen der PBT im Vergleich zu externer Radiatio (EBR) und radikaler Prostatektomie (RP) bei lokal begrenzten Tumoren beurteilt werden.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Längsschnittstudie
Kohortenstudie (retrospektiv)
Untersuchte Geschlechter -- und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Im TK-Versichertenkollektiv wurde im Zeitraum 2005-2009 bei 2262 Versicherten mit Prostata-Ca eine PBT durchgeführt. Inwiefern sich dieses Versichertenkollektiv und ältere Kollektive (2000-2004) hinsichtlich patientenrelevanter Outcome-Parameter (z.B. Gesamtüberleben, Notwendigkeit von Folgetherapien) zu RP und EBRT unterscheiden, wird detailliert dargestellt werden. Trotz vorhandener methodischer Limitationen von GKV-Routinedaten können mit adäquater Operati-onalisierung wichtige Erkenntnisse zur Nutzen- und Risikobewertung generiert werden. Insbesondere bei Innovationsbewertungen mit unzureichender Primärdatengrundlage sollten GKV-Routinedaten ergänzend berücksichtigt werden, um kurzfristiger über eine Entscheidungsgrundlage zu verfügen.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 14.08.2012