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Evaluation der Darmkrebsvorsorge durch personenbezogene Verlinkung von Routinedaten des Gesundheitswesens und Krebsregisterdaten

 

Projektkennung VfD_11_001711
Laufzeit von 09/2011 bis 02/2013
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie entwickelt sich die Inzidenz von Darmkrebs nach einer Vorsorge-Koloskopie im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung?
Wie häufig sind Intervallkarzinome nach einer Vorsorge-Koloskopie und welche Risikofaktoren bestehen dafür?
Wie häufig werden weitere Koloskopien nach einer Vorsorge-Koloskopie (gemäß den empfohlenen Kontrollintervallen) in Anspruch genommen?
Hintergrund / Ziele (a) Das übergeordnete Ziel dieses Projektes ist es, modellhaft im Saarland die Möglichkeiten und Grenzen einer Verknüpfung von Routine- und Krebsregisterdaten zur Beantwortung versorgungsepidemiologischer Fragestellungen zu untersuchen. Beispielhaft soll dies zunächst an der Evaluation der Vorsorge-Koloskopie erfolgen. (b) Die Studienkohorte soll in einem Folgeprojekt über einen längeren Zeitraum, auch unter Einbeziehung der Darmkrebsmortalität als wichtiger Zielgröße, weiter nachbeobachtet werden.
Methodik Der Studientyp entspricht einem retrospektiven Kohortendesign. Die Studienkohorte besteht aus gesetzlich krankenversicherten, im Saarland ansässigen Personen im Alter von ≥55 Jahren, die dort im Zeitraum zwischen 2007 und 2011 eine Vorsorge-Koloskopie in Anspruch genommen haben (geschätzt insgesamt etwa 35.000 Personen). Es werden Inanspruchnahme- und Dokumentationsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland und Diagnosedaten des Krebsregisters Saarland verwendet. Die Zusammenführung dieser Daten erfolgt personenbezogen über so genannte Kontrollnummern. Dabei handelt es sich um ein Verschlüsselungsverfahren, bei dem ein Austausch von persönlichen, im Klartext vorliegenden Identitätsdaten der Versicherten nicht erforderlich ist. Die Darmkrebsinzidenz bei den Teilnehmern der Vorsorge-Koloskopie und die Häufigkeit der Inanspruchnahme weiterer Koloskopien werden zunächst deskriptiv ausgewertet. Für einen Vergleich mit der saarländischen Allgemeinbevölkerung sollen standardisierte Inzidenzraten berechnet werden. Als Determinanten der Inanspruchnahme weiterer Koloskopien werden Angaben zum Verlauf und zu den Ergebnissen der Vorsorge-Koloskopie aus der gesetzlich vorgeschriebenen Dokumentation verwendet und mit logistischer Regresssionanalyse untersucht.
Datenbasis Sekundärdaten
   Kassenärztliche Vereinigung  (Stichprobengröße: 35.000)
   Krebsregister  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Kohortenstudie (retrospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 55 bis 85 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 06.06.2012