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psychenet - GESUNDHEITSNETZ ALKOHOL IM JUGENDALTER: Verbesserung des Behandlungszugangs für Kinder und Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum

Teilprojekt X: Gesundheitsnetz Alkohol im Jugendalter

 

Projektkennung VfD_psychenet_11_001706
Laufzeit von 01/2011 bis 12/2014
Webseitehttp://www.psychenet.de/ueber-psychenet/teilprojekte/alkohol-im-jugendalter.html
Status des Projekts laufend
GesamtprojektHamburger Netz psychische Gesundheit
Projektkuerzelpsychenet

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Primärfragestellungen:
1) Führt eine manualisierte motivierende Kurzintervention bei Alkohol intoxikierten Kindern und Jugendlichen im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer signifikanten Verminderung riskanter Alkoholkonsummuster?
2) Nehmen Kinder und Jugendliche mit manualisierter motivierender Kurzintervention (Interventionsgruppe) signifikant häufiger weiterführende psychosoziale Hilfen in Anspruch als Kinder und Jugendliche, die diese Intervention nicht erhalten (Kontrollgruppe)?

Sekundäre Studienziele:
1) Identifikation von Prädiktoren, die eine Inanspruchnahme weiterführender Hilfen seitens der Kinder und Jugendlichen und deren Eltern begünstigen.
2) Identifikation von Prädiktoren, die die Reduktion oder Aufgabe riskanter Alkoholkonsummuster seitens der Kinder und Jugendlichen unter Beratung oder ohne Beratung begünstigen.

Hintergrund / Ziele Teilprojekt X fokussiert riskanten Alkoholkonsum im Jugendalter. Die Anzahl an Kindern und Jugendlichen, die wegen einer akuten Alkoholvergiftung in stationäre Behandlung kommen, steigt. In den letzten Jahren hat sich deren Zahl von über 9.000 im Jahr 2000 auf ca. 26.000 im Jahr 2010 mehr als verdoppelt. Bisher wurden diese Kinder und Jugendlichen in Hamburg nur im Rahmen einer zeitlich begrenzten Erprobung des Modellprojektes des Bundes („HaLT“) in notwendige psychosoziale Anschlussmaßnahmen vermittelt.

Ziel von Teilprojekt X ist die selektive Prävention von stationär behandlungsbedürftigen Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen. Dafür wird eine motivierende Kurzintervention noch in den Kliniken der somatischen Notfallversorgung auf deren Wirksamkeit im Vergleich zur derzeitigen Standardintervention (kurzes Gespräch mit Beratungsempfehlung = treatment-as-usual TAU) untersucht.
Methodik In einer kontrolliert randomisierten Studie werden die Effekte einer manualisierten motivierenden Kurzintervention in einem Zwei-Gruppen-Design untersucht. Als Outcome-Variablen werden die Auswirkungen auf Alkoholkonsummuster und die Inanspruchnahme weiterführender Hilfen betrachtet. Über einen Zeitraum von 30 Monaten sollen N = 312 (intend-to-treat) Kinder und Jugendliche im Alter bis 17,9 Jahre in die Studie eingeschlossen werden. Follow-up Daten werden telefonisch jeweils drei (t1) und sechs (t2) Monate post interventionem erhoben. Bei einer Abbruchquote von 50% wird mit N = 156 (per protocol) zu t2 gerechnet.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: 156)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 312)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 11 bis 17 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 04.12.2012