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Versorgung von Schlaganfall Patienten in Deutschland

 

Projektkennung VfD_11_001698
Laufzeit von 12/2011 bis 12/2013
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Untersucht werden soll inwieweit sich die Versorgung von Schlaganfallpatienten hinsichtlich der Thrombolyseraten unterscheidet.
Hintergrund / Ziele Laut AWMF S3 Leitlinie sollten Patienten mit einem akuten Schlaganfall in spezialisierten Zentren behandelt werden. Ist dies nicht möglich, sollten die Patienten in einem Krankenhaus versorgt werden, welches Erfahrung in der Durchführung von Thrombolysen hat. Ziel dieser Arbeit ist es anhand von Routinedaten die Versorgungssituation der Schlaganfallpatienten in Deutschland darzustellen.

Mögliche Ungleichheiten in der Versorgung durch die Krankenhäuser in städtischen und ländlichen Regionen werden im Hinblick auf die beobachtbare Lysehäufigkeit analysiert.
Methodik Grundlage der Datenanalyse sind die Qualitätsberichte des Jahres 2008 und 2010, die von allen nach §108 SGB V zugelassenen Krankenhäusern veröffentlicht werden müssen. Bei den Berechnungen konnten 224.500 Hirninfarktpatienten (ICD-10-GM 2010: I63), die in 1365 unterschiedlichen Krankenhäusern behandelt worden sind, berücksichtigt werden. Anhand von logistischen Regressionen (STATA 12) werden mögliche Zusammenhänge zwischen Krankenhauseigenschaften (z.B. Lage des Krankenhauses, Bettenzahl, Anteil der Schlaganfallpatienten) und der Durchführung von Lysetherapien untersucht. Die Identifikation möglicher Versorgungsprobleme erfolgt aufgrund kartographischer Darstellungen.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: 1.872)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter nicht untersucht
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse 78 % der 198.500 ischämischen Schlaganfallfälle wurden auf einer auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten spezialisierten Station (Stroke-Unit) behandelt. Die durchschnittliche Thrombolyserate der neurologischen Fachabteilungen lag bei 9,1 % im Jahr 2010. Die Thrombolyseraten der einzelnen Krankenhäuser wichen stark voneinander ab und liegen zwischen 0 und 38 %. Signifikante Einflussfaktoren auf die Thrombolyserate waren die Anzahl der behandelten ischämischen Schlaganfälle und das Vorhandensein einer Stroke-Unit.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 16.12.2013