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QSFK - Qualitätskonzept "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" als Ansatz patientenorientierter, partizipativer Versorgungsgestaltung

Entwicklung und Erprobung von Bewertungsinstrumenten für die Kooperation zwischen Patienten und Krankenhäusern

 

Projektkennung VfD_QSFK_08_001690
Laufzeit von 01/2008 bis 12/2011
Webseitehttp://www.uke.de/institute/medizin-soziologie/
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Thema des Projektes ist die dauerhafte strukturelle Verankerung von Patientenorientierung durch die institutionalisierte Kooperation zwischen Krankenhäusern und Selbsthilfezusammenschlüssen. Ansatzpunkt der Forschung ist das Qualitätskonzept „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus", das sich erst in den vergangenen Jahren systematischer entwickelt hat und sich auf die Ingangsetzung, Erfolge, Wirkungen und Aufrechterhaltung partizipativer Versorgungsgestaltung im Krankenhaus richtet.
Hintergrund / Ziele Hauptziel der empirischen Studie ist dabei die Entwicklung eines Instruments zur Messung von selbsthilfebezogener Patientenorientierung aus der Perspektive von Patienten (Selbsthilfegruppen-Teilnehmer) und Krankenhausmitarbeitern (Ärzte, Pflegekräfte). Ein weiteres Ziel ist die Identifikation von förderlichen und hinderlichen Faktoren für die Intensivierung und Dauerhaftigkeit (Nachhaltigkeit) von Patientenorientierung im Rahmen strukturierter Kooperationen zwischen Krankenhäusern und Selbsthilfezusammenschlüssen.
Methodik Das Studiendesign beinhaltet eine Längsschnittstudie zu zwei Zeitpunkten in den beiden Pilotkrankenhäusern Hamburgs, denen 2006 das Qualitätssiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ verliehen wurde, sowie Querschnittstudien in Krankenhäusern aus anderen Bundesländern. Methodisch wurde ein Mix aus quantitativen und qualitativen Verfahren angewandt. Es wurden zunächst qualitative Interviews mit 23 leitenden Ärzten und Pflegenden sowie 10 Kontaktpersonen von Selbsthilfegruppen durchgeführt. Auf Basis dieser Experteninterviews, Gruppendiskussionen und einer umfangreichen Literaturrecherche wurde ein Messinstrument entwickelt, das vier Dimensionen der individuellen und solidarischen Selbsthilfeunterstützung umfasst (Patienten informieren, beteiligen und befähigen; Selbsthilfegruppen einbeziehen). Der SelP-K genannte Fragebogen wurde bei ca. 650 Mitarbeitern aus den zwei Hamburger Krankenhäusern und ca. 150 Mitgliedern von Selbsthilfegruppen zu zwei Erhebungszeitpunkten eingesetzt. Darüber hinaus wurde das Instrument in zwei weiteren Krankenhäusern aus dem Modellprojekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus Nordrhein-Westfalen“ mit 10 Fachabteilungen für chronisch Kranke erfolgreich angewendet.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 508)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 33)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 10)
Studiendesign Querschnittstudie
Längsschnittstudie
Literaturarbeit
   Systematische Literaturrecherche
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 80 Jahre
Ergebnisse Die Validierung des SelP-K-Fragebogens für die Evaluation von selbsthilfebezogener Patientenorientierung im Krankenhaus (22 Kernitems) erfolgte vorrangig auf Grundlage von 405 Antwortenden in den Personalbefragungen. Sie ergab gute bis befriedigende psychometrische Eigenschaften. Die interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) beträgt je nach Subskala zwischen 0,72 bis 0,93; auch die die theoretisch postulierte Multidimensionalität der selbsthilfebezogenen Patientenorientierung im Krankenhaus wird mit dem Modell zur explorativen Faktorenanalyse weitgehend bestätigt. Im nur begrenzt möglichen Vergleich der Einschätzungen beider Befragtengruppen konnten wenige signifikante Unterschiede in Einzelsapekten der Dimension „Selbsthilfegruppen einbeziehen“ festgestellt werden. Die Analyse förderlicher und hinderlicher Faktoren bestätigte weitgehend die acht Kriterien eines „Selbsthilfefreundlichen Krankenhauses“, die im dem Hamburger Modellprojekt entwickelt wurden. Von beiden Gruppen wurde ein Klima wechselseitiger Anerkennung und Wertschätzung als förderlich betont. Auf Personalseite wurde Zeitknappheit als häufigstes Hindernis genannt.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 19.01.2015