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POSI - Personenorientierte, sporttherapeutische Interventionsmaßnahmen bei Osteoarthrose

 

Projektkennung VfD_POSI_11_001673
Laufzeit von 10/2011 bis 06/2013
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Lassen sich auf der Grundlage personenspezifischer Motive, Fähigkeiten und Barrieren Gruppen von Cox- und Gonarthrosepatienten mit ähnlichen Merkmalskonfigurationen zum Ausgangspunkt zielgruppenspezifischer sporttherapeutischer Interventionen machen?
Wie können diese zielgruppenspezifischen Interventionsformen
in sporttherapeutischen Konzepten konkret umgesetzt werden?
Hintergrund / Ziele Die Prävalenz der Gon- und Coxarthrose steigt durch den demographischen Wandel an, was sowohl für die Patientenversorgung als auch die Volkswirtschaft von Bedeutung ist. Die Sporttherapie ist ein wichtiger Pfeiler des Behandlungskonzeptes bei Osteoarthrose. Ziel dieser Studie ist es, sporttherapeutische Angebote zu optimieren und individuell auf die Bedürfnisse der Patienten zuzuschneiden, um möglichst viele Menschen für diese Therapieform gewinnen zu können.
Hierzu sollen bei der Konzeption sporttherapeutischer Interventionsmaßnahmen neben dem Gesundheitsmotiv weitere persönliche Motive für Sportaktivitäten Berücksichtigung finden, um die Aufnahme und Fortführung einer Intervention zu optimieren. Zudem werden die individuellen physischen Voraussetzungen sowie mögliche Barrieren, die der Ausübung der Therapie im Wege stehen, bedacht.
Methodik Zur Erfassung der erforderlichen Daten wird ein Fragebogen eingesetzt, der insgesamt 132 Fragen in 8 Kategorien umfasst. Die Kategorien umfassen allgemeine Fragen zur Studienpopulation, zur körperlichen Funktionsfähigkeit (FFbH-OA), zu Schmerz und Steifigkeit (WOMAC), zu Motiven zum Sporttreiben (Berner Motiv- und Zielinventar), zur allgemeinen Selbstwirksamkeit (SWE), zu Barrieren zur Sportpartizipation, zu sportlichen Vorerfahrungen sowie abschließende Fragen. Die angestrebte Stichprobe soll die an Arthrose erkrankte Bevölkerung Baden-Württembergs repräsentativ widerspiegeln und n=300 betragen. Einschlusskriterien sind Volljährigkeit und das Vorliegen einer ärztlich diagnostizierten Gon- oder Coxarthrose.
Zur Beantwortung der 1. Fragestellung werden mit einem clusteranalytischen Verfahren Individuen mit ähnlichen Merkmalskonfigurationen zusammengeführt. Die im Fragebogen erfassten Daten werden hierbei in clusterbildende und clusterbeschreibende Variablen differenziert. Die clusterbildenden Variablen stellen die Eingangsvariablen für die Clusteranalyse dar. Die clusterbeschreibenden Variablen dienen im Folgenden einer differenzierten Beschreibung der extrahierten Cluster.
Zur Beantwortung der 2. Fragestellung erfolgt unter Berücksichtigung der Charakterisierung der jeweiligen Cluster die Entwicklung zielgruppenorientierter sporttherapeutischer Interventionen. Diese können Elemente aus der Einzel- und Gruppentherapie, aus den unterschiedlichsten Sportangeboten (z.B. Outdoor, Spielsport, Thai Chi, Wassergymnastik, Gerätetraining,…), aus der Physiotherapie sowie aus dem täglichen Leben beinhalten.
Die entwickelten Therapieprogramme sollen dann in einer Folgestudie auf ihre Effektivität hin untersucht werden.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 300)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 0 Jahre
Ergebnisse Vgl. hierzu projektbezogene Veröffentlichungen.
Die Ergebnisse der abgeschlossenen Studie sind derzeit im Reviewverfahren.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 24.08.2015