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Europabefragung 2012

Grenzüberschreitende Behandlungskontinuität in der EU bei chronischen und seltenen Erkrankungen

 

Projektkennung VfD_12_001660
Laufzeit von 05/2012 bis 04/2013
Webseitehttp://www.tk.de/tk/projekte/europbefragung-2012/446020
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Der diesjährige Fokus liegt auf Versicherten mit chronischen sowie seltenen Krankheiten, um eine möglicherweise bereits bestehende grenzüberschreitende Behandlungskontinuität bzw. Behandlungspfade in der EU zu identifizieren und zu analysieren.
Ein zweiter Schwerpunkt beschäftigt sich mit Versicherten, die sich im EU-Ausland einer Zahnbehandlung unterzogen.
Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich mit Einstellungen und Erwartungen an E-Health wie z.B. zum grenzüberschreitenden elektronischen Patientendatenaustausch und zum Datenschutz.
Hintergrund / Ziele Mit einer kontinuierlichen Befragung derjenigen Versicherten, die im EU-Ausland medizinisch behandelt worden sind, ob geplant oder ungeplant, wird das Serviceangebot der TK für ihre Versicherten, insbesondere die Beratung zu EU-Auslandsleistungen, sowie der Ausbau weiterer Kooperationen mit Krankenhäusern, Zahnkliniken und Kureinrichtungen im EU-Ausland, bestmöglich weiterentwickelt.
Gleichzeitig generiert das WINEG einen Datensatz und Erkenntnisse im Themenfeld der grenzüberschreitenden medizinischen Versorgung in der EU, in dem es Vergleichbares bisher nicht gibt. Diese Ergebnisse werden daher nicht nur unternehmensstrategisch von der TK, sondern auch von anderen Wissenschaftlern, Institutionen der GKV, sowie der deutschen und europäischen Gesundheitspolitik genutzt.
Durch die Europabefragungen setzt sich die TK strategisch mit den Auswirkungen der jüngst verabschiedeten EU-Richtlinie 2011/24/EU auseinander, die 2013 in allen EU-Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt sein wird. Hierdurch wird allen EU-Bürgern die freie Arztwahl innerhalb der EU ermöglicht, wie sie für deutsche Patienten durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2004 bereits besteht. Die Richtlinie beinhaltet wichtige Regelungen zur Stärkung der Patientenrechte sowie zur sichereren und vereinfachten Inanspruchnahme von EU-Auslandsbehandlungen, auch durch die Nutzung des elektronischen Datenaustausches.
Methodik Der Fragebogen 2012 wurde auf Basis der Fragebögen von 2008 bis 2010 weiterentwickelt, umfasst 40 Fragen und
wurde einem schriftlichen Pre-Test mit 29 Teilnehmern unterzogen. Es wurden nur TK-Versicherte ausgewählt, die sich im Jahr 2010 geplant und/oder ungeplant im EU-Ausland, einschließlich dem EWR und der Schweiz, haben behandeln lassen. Die Befragung erfolgte anonym.
Der Fragebogen wurde 45.189 TK-Versicherten postalisch zugesendet. Von diesen haben 18.339 TK-Versicherte geantwortet. Die Rücklaufquote von 41% war deutlich höher als im Vorjahr. Es mussten 796 ungültige Fragebögen ausgeschlossen werden, so dass eine Grundgesamtheit von n = 17.543 Fragebögen entstand. Hieraus wurden für den ersten Bericht nur Fragebögen derjenigen TK-Versicherten selektiert, deren letzte EU-Auslandsbehandlung geplant war. Damit lag der nachfolgenden Analyse eine finale Stichprobe von n = 3.307 TK-Versicherten zugrunde.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 45.000)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 95 Jahre
Ergebnisse Die befragten TK-Versicherten waren mit den Ergebnissen ihrer geplanten Behandlungen im EU-Ausland bei sowohl den Zahnärzten und Kieferorthopäden als auch den Allgemeinärzten und Fachärzten äußerst zufrieden. Die höchste Zufriedenheit zeigte sich bei den Behandlungsergebnissen der Zahnärzte und Kieferorthopäden (85%), gefolgt von den Behandlungsergebnissen der Allgemeinärzte (79%) und der Fachärzte (78%). Sehr unzufrieden waren bei allen drei Arztgruppen lediglich unter 1% der Befragten. Die befragten TK-Versicherten waren außerdem mit den Ärzten selbst höchst zufrieden: Insbesondere bezüglich der Ärztekompetenz gaben dies 78% an, bezüglich der Gründlichkeit der Ärzte bei der Untersuchung und der Behandlung 74% und in Bezug auf die Verständlichkeit der von den Ärzten kommunizierten Informationen 73%.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 22.01.2015