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PIAT - Informations- und Schulungsmaßnahmen zur Stärkung der Patientenkompetenz – eine Analyse des Bedarfs von Patientinnen und Patienten mit Mammakarzinom

 

Projektkennung VfD_PIAT_12_001630
Laufzeit von 04/2012 bis 04/2015
Webseitehttp://www.imvr.de
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Erstens wird der Bedarf an Informations- und Schulungsmaßnahmen zur Stärkung der Patientenkompetenz von erstmalig an einem Mammakarzinom erkrankten Patientinnen und Patienten systematisch prospektiv erfasst.
Zweitens wird eine Einteilung in Patientengruppen mit unterschiedlichem Informati-onsbedürfnis vorgenommen sowie relevante Patientenmerkmale identifiziert, mit denen ver-sorgerseitig der Bedarf frühzeitig bestimmt werden kann.
Drittens wird die Angemessenheit der im Versorgungsprozess bereits implementierten Maßnahmen mittels rückblickender patientenseitiger Beurteilung evaluiert.
Viertens werden im Rahmen eines Maßnahmen-Workshops der Deutschen Krebsgesellschaft diese Ergebnisse in konkrete zielgruppenspezifische und krankheitsstadiumssensible Maßnahmen umgesetzt.
Mit den mittels einer Schlüsselpersonenbefragung erhobenen Angaben zu Struktur- und Prozessparametern in den behandelnden Brustkrebszentren können zusätzlich die Unterschiede des Bedarfs der Patienten zwischen den Versorgungseinrichtungen (sofern vorhanden) erklärt werden. Die Ergebnisse sollen eine belastbare Grundlage für eine am Bedarf der Patientinnen orientierte und auf Prozesse und Strukturen der Versorger zuge-schnittene Optimierung der Angebote von Informations- und Schulungsmaßnahmen zur Stärkung der Patientenkompetenz bieten.
Hintergrund / Ziele In der Bundesrepublik erkranken jährlich rund 60.000 Patientinnen und Patienten erstmalig an Brustkrebs. Patientinnen und Patienten mit primärem Mammakarzinom sind mit einer schwerwiegenden Diagnose konfrontiert, die neben einer qualifizierten medizinischen Behandlung Angebote supportiver Maßnahmen erforderlich macht. Teil dieser supportiven Maßnahmen sind Bemühungen, die die Patientenkompetenz der Patienten verbessern. Der Begriff Patientenkompetenz soll dabei die Fähigkeit der Patienten beschreiben, (schwere) Erkrankungen mithilfe aller ihnen zugänglichen Ressourcen zu bewältigen und Aufgaben zu lösen, mit denen sie aufgrund ihrer Erkrankung konfrontiert sind. Bislang herrscht ein Mangel an einschlägigen Untersuchungen zu den Wünschen von Patientinnen und Patienten hinsichtlich Informationen, die ihre Patientenkompetenz verbessern helfen. Zum Teil ist dies sicherlich auch auf die nach wie vor bestehenden definitorischen Unklarheiten in Bezug auf den Begriff Patientenkompetenz selbst zurückzuführen, wie dies beispielsweise auch in der verabschiedeten Version des Zielpapiers 12b, Handlungsfeld 4, Nationaler Krebsplan thematisiert wird. Insbesondere aufgrund des Mangels an einem wissenschaftlichen Modell zur Patientenkompetenz ist es angezeigt, eine „systematische Erhebung der Wünsche von Patientinnen und Patienten hinsichtlich der Informations- und Schulungsmaßnahmen zur Stärkung der Patientenkompetenz“ vorzunehmen.
Methodik Die Datenerhebung der Hauptstudie erfolgt im Anschluss an die Instrumentenentwicklung in den qualitativen Vorstudien (Fokusgruppen/ Pretests) als prospektive Kohortenstudie mit einer Erstbefragung kurz nach der Operation und zwei Nachbefragungen während der Nachbe-handlung (10 Wochen nach der Operation) und nach Abschluss der Nachbehandlung (40 Wochen nach der Operation).
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 1.000)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 3)
Studiendesign Kohortenstudie (prospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 01.09.2015