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Bundesweite Patientenbefragung in den von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Brustkrebszentren

 

Projektkennung VfD_10_001557
Laufzeit von 01/2010 bis 12/2011
Webseitehttp://www.imvr.uni-koeln.de/index.php?page=patientenbefragung-dkg
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Untersuchung der patientenseitig wahrgenommenen Versorgungsqualität in Brustkrebszentren, die nach den Anforderungen von DKG/DGS zertifiziert werden
Hintergrund / Ziele Den nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) zertifizierten Brustkrebszentren wurde im Jahr 2010 angeboten, an einer einheitlichen und für die Häuser kostenlosen Befragung von Patientinnen und Patienten mit primärem Mammakarzinom teilzunehmen. Diese Befragung wurde vom Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln durchgeführt.
Methodik Die im Befragungszeitraum zwischen März und November 2010 in den teilnehmenden Krankenhäusern operierten Patientinnen und Patienten wurden kurz vor der Entlassung nach Ihrem Einverständnis zur Teilnahme an der Studie gefragt. Wurde das Einverständnis erteilt, übermittelten die Krankenhäuser die klinischen Indikatoren (darunter Grading, Tumorgröße, Nodalstatus, Metastasen) und die Adressangaben zu den Patientinnen einmal wöchentlich an das IMVR. Dieses verschickte die Fragebogen an die Patientinnen. Die Befragung erfolgte postalisch-poststationär in Anlehnung an die „Total Design Method“ mit einem Erstanschreiben inkl. portofreiem Rückumschlag und zwei Erinnerungsschreiben. In der Befragung wurde der Kölner Patientinnenfragebogen für Brustkrebs (KPF-BK) eingesetzt. Dieser ist modular aufgebaut und misst eine Fülle von Teilleistungsdimensionen der stationären Versorgung, darunter beispielsweise die Aufnahmeabwicklung, die von der Patientin wahrgenommene Interaktion mit dem Personal, die Qualität der Hotelleistungen, die Qualität der zur Verfügung gestellten Informationen sowie die allgemeine Zufriedenheit. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgte in pseudonymisierter Form: Die Brustkrebszentren sind ausschließlich über einen Schlüssel zu identifizieren, der nur dem betreffenden Brustkrebszentrum vorliegt. So können die Zentren die eigenen Befragungsergebnisse mit denen der anderen Zentren vergleichen, ohne dass deren Identität ersichtlich wäre.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 7.301)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse 128 von 195 Brustkrebszentren und 160 von 251 OP-Standorten nahmen an der Patientenbefragung teil. 8226 Patienten gaben ihr Einverständnis, an der Befragung teilzunehmen. Insgesamt konnten 7301 Fragebogen in die Auswertung eingeschlossen werden. Die bereinigte Rücklaufquote beträgt damit 88,76 %. Insgesamt zeigen die Ergebnisse eine hohe Zufriedenheit der Patientinnen mit der Versorgung in den DKG-zertifizierten Brustkrebszentren. Insbesondere in Bezug auf die medizinische Behandlung oder die Sauberkeit äußern sich nur wenige Patientinnen unzufrieden. Auch das Vertrauen in Ärzte und Pflegekräfte ist ausgesprochen hoch. Es zeigen sich jedoch auch deutliche Verbesserungspotenziale, beispielsweise bei der Bereitstellung von Informationen und bei der Einbeziehung der Patientinnen in die Behandlung. Insgesamt ist hervorzuheben, dass zwischen den Brustkrebszentren zum Teil erhebliche Unterschiede in der Patientenzufriedenheit und –bewertung zu verzeichnen sind.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 13.11.2012