[Zurück zur Trefferliste]

Patientinnenbefragung in den NRW-Brustzentren – Routinebefragung

 

Projektkennung VfD_05_001552
Laufzeit von 01/2005, fortlaufend
Webseitehttp://www.imvr.uni-koeln.de/index.php?page=Routinebefragung
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Untersuchung der patientenseitig wahrgenommenen Versorgungsqualität in den Brustzentren Nordrhein-Westfalens
Hintergrund / Ziele Im Rahmen der (Re-)Zertifizierung der Brustzentren ist im "Verfahren für die Zertifizierung von Brustzentren in NRW" (Anforderungskatalog) vom Normengeber eine Patientinnenbefragung vorgeschrieben, die mindestens einmal jährlich mit einem validen, einheitlichen Fragebogen und einem einheitlichen Verfahren durchgeführt werden muss. Seit 2006 befragt das Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Humanwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln jährlich über einen Zeitraum von sechs Monaten Patientinnen und Patienten mit primärem Mammakarzinom, die in einem der von der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifizierten nordrhein-westfälischen Brustzentren operiert wurden. Die Befragung ermöglicht den Vergleich der Brustzentren miteinander. Bei jährlichen Ergebnis- und Benchmark-Workshops werden die Ergebnisse diskutiert. So soll das Lernen voneinander ermöglicht werden.
Methodik Diese Befragung mit einem einheitlichen Fragebogen ist im Rahmen der (Re-)Zertifizierung für alle teilnehmenden Einrichtungen verpflichtend. Zum Einsatz kommt der „Kölner Patientenfragebogen Brustkrebs“ (KPF-BK), der eine Vielzahl von Teilbereichen der Versorgung im Krankenhaus erhebt und daneben auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität misst. Vom Krankenhauspersonal werden klinische und Behandlungsdaten ergänzt. Die Befragung erstreckt sich auf den Zeitraum vom 01.02.-31.07. eines jeden Jahres. In dieser Zeit werden alle Patientinnen, die während des aktuellen Krankenhausaufenthaltes an primärem Mammakarzinom operiert wurden und für die eine gesicherte Diagnose und mindestens eine postoperative Histologie vorliegt, in die Befragung eingeschlossen. Die Patientin wird im Brustzentrum kurz vor der Entlassung gefragt, ob sie bereit ist, an der Befragung teilzunehmen. Die ausgefüllten Einverständniserklärungen der Patientinnen werden jeweils am Ende der Woche ans IMVR geschickt. Die Befragung findet in der nächsten Woche postalisch-poststationär statt, d.h. die Patientin bekommt den Fragebogen nach der Entlassung vom IMVR nach Hause geschickt. Die Befragung erfolgt in Anlehnung an die Total Design Methode nach Dillman. Die Daten werden anschließend im IMVR erfasst, qualitätsgesichert und anschließend ausgewertet.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 4.000)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Insgesamt schickten im Rahmen der Patientinnenbefragung in den Jahren 2005 (Pretest) bis 2011 weit über 22.000 PatientInnen einen ausgefüllten Fragebogen zurück, wobei der Rücklauf über die Jahre stabil bei 88% lag. Die Zahl der jährlich an der Befragung teilnehmenden Patientinnen steigt stetig, was auf die steigende Zahl der Operationen in den Brustzentren sowie auf Routineeffekte beim Einschluss der Patientinnen zurückzuführen ist. Der Fragebogen blieb dabei, abgesehen von geringfügigen Anpassungen, identisch, was den Vergleich und damit die Entwicklung der Werte im Zeitverlauf ermöglicht. Insgesamt äußern sich die PatientInnen zufrieden mit der Versorgung und stellen den Brustzentren überwiegend sehr gute Zeugnisse aus. Deutlich werden Unterschiede zwischen den Brustzentren, die im Zeitverlauf bei insgesamt besser werdenden Ergebnissen geringer werden.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 13.11.2012