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Europabefragung 2010

EU-Auslandsbehandlungen: Patientenzufriedenheit, Qualität, Information und Potential

 

Projektkennung VfD_10_001514
Laufzeit von 08/2010 bis 12/2011
Webseitehttp://www.tk.de/tk/wissenschaftliche-arbeit/projekte/europabefragung-2010/237234
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) In welchem Umfang werden EU-Auslandsbehandlungen von TK-Versicherten genutzt?
Wie zufrieden sind die Vericherten mit ihrer EU-Auslandsbehandlung und dem Service der TK?
Welches Potential hat die Inanspruchanhme von EU-Auslandsbehandlungen unter Verischerten ohne EU-Auslandbehandlung?
Hintergrund / Ziele Die jüngst verabschiedete EU-Richtlinie 2011/24/EU beinhaltet die Stärkung der Patientenrechte sowie die vereinfachte Inanspruchnahme von EU-Auslandsbehandlungen – auch durch die Nutzung des elektronischen Datenaustausches – und verpflichtet alle EU-Staaten zur Umsetzung bis 2013. Dies ermöglicht allen EU-Bürgern die freie Arztwahl innerhalb der EU, wie sie für deutsche Patienten durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2004 bereits besteht. Mit dieser Befragung möchte das WINEG die Versichertenbedürfnisse in Bezug auf EU-Auslandsbehandlungen näher untersuchen. Die Ergebnisse liefern uns wertvolle Erkenntnisse zur Weiterentwicklung des Service- und Leistungsangebotes für unsere Versicherten.
Methodik Auf der Basis der Fragebögen der vergangenen Europabefragungen 2008 und 2009 wurde jeweils ein Fragebogen für die Teilbefragungen 1 und 2 der Europabefragung 2010 entwickelt. Um einen chronologischen Vergleich zu ermöglichen, wurden grundlegende Fragestellungen wieder aufgegriffen. Ein neuer Abschnitt beinhaltete darüber hinaus speziell Fragen zur Patientenzufriedenheit mit der Qualität und anderen Aspekten der EU-Auslandsbehandlung, zu Informationsbedürfnissen und zur Bereitschaft zu einer künftigen Inanspruchnahme. Der Fragebogen der Teilbefragung 1 für Versicherte mit Behandlung im EU-Ausland im Jahr 2009 beinhaltet 42 Fragen und wurde an eine randomisierte Auswahl von 40.000 Versicherten per Post versendet. Der Fragebogen der Teilbefragung 2 umfasst 30 Fragen und wurde an eine randomisierte Stichprobe von 10.000 Versicherten ohne Behandlung im EU-Ausland im Jahr 2009 geschickt. Beide Fragebögen wurden durch einen Pre-Test auf Verständlichkeit geprüft.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 50.000)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 95 Jahre
Ergebnisse Es wurden jeweils 13.287 und 2.736 Fragebögen zurückgesendet. Dies entspricht Response-Raten von 33 % und 27 %, die das große Interesse an der Thematik verdeutlichen. Hauptergebnisse sind das weiterhin deutliche Wachstum der geplanten EU-Auslandsbehandlungen und die überdurchschnittlich hohe Patientenzufriedenheit. Letztere spiegelt sich auch in der hohen Bereitschaft wider, sich erneut geplant im EU-Ausland behandeln zu lassen und in der niedrigen Nachbehandlungsquote. Die Bereitschaft der Versicherten ohne EU-Behandlungserfahrung, sich jemals im EU-Ausland behandeln zu lassen, ist deutlich geringer. Dennoch beträgt das zukünftige Potential bis zu 30 % der TK-Versicherten. Im Gegensatz zu Versicherten mit Vorerfahrungen steht für diese Versichertengruppe die Erweiterung ihrer Wahlmöglichkeiten bezüglich Arzt und Behandlung im Vordergrund. Qualitätsaspekte haben eine deutlich höhere Priorität als Kostenaspekte. Die EU-Richtlinie ist bei beiden Versichertengruppen gleichermaßen noch relativ unbekannt.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 01.02.2012