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Dokumentation in der Hausarztpraxis

eine qualitative Studie

 

Projektkennung VfD_17_003915
Laufzeit von 06/2017 bis 12/2017
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Gründe und Barrieren bestehen bei der Dokumentation in der Hausarztpraxis.
Hintergrund / Ziele Die Dokumentation ist eine wichtige Aufgabe und Pflicht im Praxisalltag. Durch den hohen Aufwand dieser Verwaltungstätigkeiten bleibt weniger Zeit für den Patienten. Bisher wurde die Dokumentation in deutschen Hausarztpraxen wenig untersucht.

Ziel der Studie war Gründe und Barrieren zu untersuchen, die bei der Dokumentation in der Hausarztpraxis eine Rolle spielen.
Methodik Es wurde eine qualitative Studie auf Basis von halbstrukturierten, leitfadengestützten Experteninterviews mit 25 Hausärzten (Durchschnittalter 54 Jahre, 52% weiblich, Durchschnittsniederlassungsdauer 14 Jahre) aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald durchgeführt. Die Interviews wurden inhaltsanalytisch nach Mayring analysiert.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 25)
Studiendesign Qualitative Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Die Mehrzahl der interviewten Hausärzte dokumentiert elektronisch, die dokumentierten Inhalte waren sehr heterogen. Die Dokumentation wurde vor allem mit der eigenen Nachvollziehbarkeit begründet. Nur wenige Hausärzte betonen die Vermeidung von Doppeluntersuchungen und die Pflichterfüllung als Grund der Dokumentation. Als Barrieren werden Zeitmangel und hohe rechtliche Anforderungen benannt. Bezüglich Struktur und Umfang der Dokumentation bestanden Unsicherheit und Ängste, insbesondere für den Fall eines Fehlervorwurfs .Technische Barrieren und komplexe Patientenfälle sind zusätzliche Herausforderungen. Bei der Aufklärung wurde die Dokumentation unzureichend eingeschätzt. Sensiblen/intime Patiententhemen werden oft nicht dokumentiert was mit einem geringen Vertrauensverhältnis innerhalb des Praxisteams und dem Patientenschutz begründet wird.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 15.12.2017