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Dy@EoL - Interaktion am Lebensende in Dyaden von Eltern und erwachsenen Kindern

 

Projektkennung VfD_Dy@EoL_17_003897
Laufzeit von 10/2017 bis 09/2020
Webseitehttps://www.mh-hannover.de/dyateol.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Besonderheiten finden sich in der Interaktion zwischen erwachsenen Kindern mit einer schweren Erkrankung und deren Eltern im Vergleich zu Eltern mit einer schweren Erkrankung und deren Kindern im Palliativkontext? Welche Bedürfnisse haben Patienten und ihre Angehörigen?
Hintergrund / Ziele In einer älter werdenden Gesellschaft steigt die Zahl der Eltern, die mit einer schweren Erkrankung ihres erwachsenen Kindes konfrontiert sind [1]. Allein in Deutschland sterben jährlich rund 16.000 erwachsene Personen noch vor Erreichen des 45. Lebensjahres [1]. Ein beachtlicher Anteil der erkrankten Personen wird vor dem Versterben palliativ versorgt. Laut der Weltgesundheitsorganisation zielt palliative Versorgung auf eine Verbesserung der Lebensqualität von lebensbedrohlich erkrankten Patienten und deren Angehörigen ab [2]. Im vorliegenden Forschungsprojekt stehen daher die beiden Gruppen schwer erkrankter erwachsener Kinder und deren Eltern sowie schwer erkrankter Eltern und deren erwachsene Kinder im Fokus.

Mit dem hier beschriebenen explorativen Forschungsprojekt wird das Ziel verfolgt, die Besonderheiten der Interaktion zwischen beiden Patienten- und Angehörigengruppen zu beschreiben, um Empfehlungen hinsichtlich psychosozialer Interventionsmaßnahmen ableiten zu können. Dazu sind die Sichtweisen der Betroffenen zentral.

Die Unterstützung, Begleitung und Versorgung Schwerstkranker und Sterbender sowie ihrer Angehöriger kann nur dann qualitativ hochwertig erfolgen, wenn die spezifischen Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen bekannt sind und psychosoziale Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung stehen. Die wissenschaftliche Erfassung von Spezifika der Interaktionen führt zu einem besseren Verständnis der spezifischen psychosozialen Bedürfnisse beider Dyaden, minimiert das Risiko von Gesundheitseinbußen und dient der Steigerung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen.

Literatur:
1. Bundesamt für Statistik, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Natürliche Bevölkerungsbewegung 2014. (Fachserie 1 Reihe 1.1) 2017, Statistisches Bundesamt: Wiesbaden.
2. World Health Organization, WHO Definition of Palliative Care. [zitiert 23.10.2017]; Verfügbar unter: http://www.who.int/cancer/palliative/definition/en/.
Methodik Im Rahmen des Forschungsvorhabens erfolgt ein gemischt-methodischer Ansatz.

1) Erfassung von Erwartungen, Motivationen, Wünschen und Schwierigkeiten im Hinblick auf die dyadische Kommunikation, Belastung, Unterstützung, Krankheitswissen und pflegerische Aufgaben von Patienten am Lebensende und deren Angehörigen durch Interviews mit Patienten und Angehörigen und mittels Fragebögen.

2) Auf Grundlage der Analyse der qualitativen Interviews und der quantitativen Fragebögen wird ein theoretisches Konzept für die vorliegende Fragestellung erarbeitet.

3) Die Ergebnisse aus den Interviews und Fragebögen werden anschließend im Rahmen eines Workshops mit Experten vorgestellt, diskutiert und ergänzt. Dieser Expertenworkshop dient zudem der Ableitung von Empfehlungen hinsichtlich psychosozialer Interventionsmaßnahmen.

4) Abschließend werden die Ergebnisse und Empfehlungen aus dem Expertenworkshop schriftlich abgebildet und nochmals durch die Expertengruppe konsentiert.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 48)
   Befragung schriftlich  (Stichprobengröße: 48)
Studiendesign Beobachtungsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 22.11.2017