[Zurück zur Trefferliste]

Anwendung für digital unterstütztes Arzneimitteltherapie-Management (AdAM)

 

Projektkennung VfD_16_003881
Laufzeit von 10/2016 bis 09/2019
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Ist die neue Versorgungsform/Intervention wirksam, um Krankenhausaufenthalte oder Sterblichkeit bei erwachsenen Patienten mit Multimedikation zu senken?
Welche Parameter der Implementierung der Intervention können beobachtet werden, die Rückschlüsse auf implementationsfördernde und hemmende Faktoren für eine Einführung in die Regelversorgung erlauben?
Hintergrund / Ziele Die Ursachen unzureichender Qualität, Sicherheit und Kosteneffizienz der Arzneimitteltherapie ambulanter Patienten mit Multimorbidität und Polypharmazie sind multifaktoriell und im Wesentlichen durch Organisation und Rahmenbedingungen determiniert und damit nur auf Systemebene zu lösen. Eine vom Aktionsplan AMTS geförderte Studie zeigt, dass 28% der Patienten ambulant vor Krankenhausaufnahme mindestens ein zu hoch dosiertes, 21% ein kontraindiziertes und 13% ein nicht mehr indiziertes Medikament erhielten.
Multimorbide Patienten mit Polypharmazie sind besonders gefährdet, Medikationsfehler und vermeidbare Nebenwirkungen der Therapie zu erleiden. Leitlinien für Einzelerkrankungen berücksichtigen Multimorbidität meist nicht oder unzureichend. Zur Gewährleistung von AMTS muss der Arzt in die Lage versetzt werden, vermeidbare Risiken auch unabhängig von einzelnen Patientenkontakten zu identifizieren. Dazu erforderliche Instrumente zur patientenübergreifenden AMTS-Analyse stehen aber bisher nicht zur Verfügung.
Methodik Mittels formativer Evaluation soll untersucht werden, welche implementationsfördernden und hemmenden Faktoren bei Anwendung des digital unterstützten Arzneimittel-Managements beobachtet werden können. In leitfadengestützten Telefoninterviews werden die teilnehmenden Hausärzte der Interventionsgruppe- und Kontrollgruppe zu implementationsfördernden und hemmenden Faktoren befragt (Nutzerfreundlichkeit der Software, Barrieren) und Fokusgruppen mit Früh- und Spätanwendern geführt. Basierend auf den Ergebnissen der qualitativen Datenerhebung wird ein Fragebogen entwickelt und als postalischer Survey (quantitativ) zur repräsentativen Erfassung arzt- und praxisseitiger Faktoren in teilnehmenden Praxen eingesetzt. Die qualitative Auswertung erfolgt je nach Fragestellung inhaltsanalytisch oder qualitativ-deskriptiv, die des Surveys deskriptiv
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 2.000)
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: 20)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 6)
Studiendesign Querschnittstudie
Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)

Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 29.08.2017