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HaReNa - Hausarztzentrierte Reha-Nachsorge bei Rückenschmerzen

 

Projektkennung VfD_HaReNa_17_003879
Laufzeit von 04/2017 bis 03/2020
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Überprüfung der gesundheitsbezogenen Langzeiteffekte durch die Anbindung der Reha-Nachsorge des Patienten an die hausärztliche Versorgung.
Überprüfung der Praktikabilität und Akzeptanz neuer Kooperationsstrukturen zwischen Reha-Klinik und Hausarzt.
Hintergrund / Ziele Rückenschmerzen sind hinsichtlich Prävalenz und Krankheitskosten eines der größten Gesundheitsprobleme in industrialisierten Ländern. Die Nationale Versorgungsleitlinie empfiehlt eine multimodale Therapie, die Förderung eigenverantwortlicher körperlicher Aktivität steht im Fokus. Die medizinische Rehabilitation übernimmt hierbei eine wichtige Funktion und ist auch durchaus kurzfristig effektiv. Jedoch wird die Nachhaltigkeit rehabilitativer Versorgung unter den derzeit gegebenen Versorgungsstrukturen nicht sichergestellt. Die sektorale Gliederung verhindert die zur Aufrechterhaltung der erlernten Handlungskompetenzen dringend erforderliche Begleitung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung.
Ziel des Projekts ist daher die Implementation eines innovativen Nachsorgekonzepts. Dieses fokussiert die Förderung eigenverantwortlich durchgeführter körperlicher Aktivität und basiert auf dem Health Action Process Approach. Die Intentionsbildung zur Verhaltensänderung und somit zur Aufnahme regelmäßiger körperlicher Aktivität findet während der stationären Rehabilitation statt. Die aktionale Phase, das Umsetzen der Vorsätze, findet nach Reha-Ende im Alltag des Patienten statt. Die Handlungskontrolle erfolgt durch das Führen von Bewegungstagebüchern. Gleichzeitig werden die eigenen Aktivitäten bewertet, Erfolge und Misserfolge werden festgehalten, Barrieren und Förderfaktoren zur Durchführung körperlicher Aktivität identifiziert. Hausarzt und MFA übernehmen über 12 Monate die Rolle der externen Kontrolle und dienen als Ansprechpartner für Barrieren und Förderfaktoren bei der dauerhaften Umsetzung der Verhaltensänderung.
Methodik Zur Prozessevaluation werden Einzelinterviews und Fokusgruppen mit teilnehmenden Rehabilitanden sowie den beteiligten Hausärzten und MFA durchgeführt, die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse. Zudem werden Teilnahmequoten der Hausarztpraxen und Rehabilitanden sowie Kurzdokumentationen der Umsetzung einzelner Interventionsbausteine in Reha-Klinik und Hausarztpraxis zur Beurteilung herangezogen. Eine abschließende Bewertung unter Einbezug aller Beteiligten findet im Rahmen eines Expertenworkshops statt.
Für die Überprüfung der gesundheitsbezogenen Langzeiteffekte werden im Rahmen einer quantitativen Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten (vor, am Ende und 12 Monate nach der Reha) patientenorientierte Gesundheitsoutcomes der Patienten untersucht. Primäre Zielkriterien sind Teilhabe, gemessen mit dem Index zur Messung von Einschränkungen der Teilhabe (IMET), sowie Funktionseinschränkungen im Alltag, gemessen mit dem Funktionsfragebogen Hannover für Rückenschmerzen (FFbH-R).
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 176)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 16)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 10)
Studiendesign Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 14.08.2017