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INTEGRAL - 10-Jahres-Evaluation der populationsbezogenen Integrierten Versorgung Gesundes Kinzigtal in Aufbau- und Konsolidierungsphase

 

Projektkennung VfD_INTEGRAL_17_003878
Laufzeit von 07/2017 bis 06/2019
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Kann die Versorgungsqualität während der Konsolidierungsphase der Integrierten Versorgung Gesundes Kinzigtal (2011-2015/16) in der Interventionsregion im Vergleich zur herkömmlichen Versorgung gehalten oder verbessert werden?
Sind negative Entwicklungen (z.B. durch das Einspar-Contracting) zu beobachten?
Hintergrund / Ziele In Deutschland findet die Gesundheitsversorgung im ambulanten, stationären und rehabilitativen Sektor bisher weitgehend getrennt statt. An den sog. „Sektorengrenzen“ können Probleme u. a. durch einen fehlenden Informationsaustausch zwischen den Akteuren entstehen; dies kann die Behandlungsergebnisse beeinträchtigen. „Integrierte Versorgung“ bietet Möglichkeiten, potentielle Defizite durch neue strukturelle Ansätze zu beseitigen. Integrierte Versorgung ermöglicht eine patientenorientierte und fachbereichsübergreifende medizinische Versorgung durch die enge Zusammenarbeit von Hausärzten, Spezialisten, Kliniken und anderen Beteiligten der Gesundheitsversorgung. Ziel ist es, die Qualität der Patientenversorgung im Vergleich zur Regelversorgung zu verbessern und gleichzeitig Wirtschaftlichkeitsreserven zu erschließen.
Die „Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal (IVGK)“ ist ein Best-Practice-Beispiel für eine bevölkerungsbezogene Integrierte Versorgung. Im Unterschied zu anderen Selektivverträgen, die integrierte Behandlungsformen bei ausgewählten Krankheitsindikationen fokussieren, nimmt die IVGK das gesamte Morbiditäts- bzw. Gesundheitsspektrum einer definierten Wohnbevölkerung (mit Ausnahme der zahnärztlichen Versorgung) in den Blick.
Ziel des hier durchgeführten Vorhabens ist eine umfassende Evaluation der Versorgungsqualität mittels strukturiert entwickelter Indikatoren. Die Evaluation untersucht die Aufbau- und Konsolidierungsphase. Zugleich sollen Indikatoren für ein auf Routinedaten basierendem Monitoring für IV Vorhaben bereitgestellt werden.
Methodik Das Projekt gliedert sich in die Schritte: A) Indikatorenentwicklung, B) Evaluationsstudie auf der Basis von Routinedaten und C) Durchführung eines Transferworkshop.Teil A) werden zunächst – in einem Mixed-Methods-Ansatz aus Literatur- und Indikatorendatenbankrecherche, Analyse der IV-Programme und Hinweisen aus Fokusgruppen – Indikatoren zur Qualitätsbestimmung strukturiert entwickelt und beschrieben sowie nach internationalen Kriterien im Delphi-Verfahren bewertet. Hierzu prüft eine multidisziplinäre Expertengruppe die zur Auswertung vorgeschlagenen Qualitätsindikatoren auf Relevanz und Machbarkeit. Die Expertengruppe besteht aus Akteuren der IVGK, Patientenvertretern und externen Indikatorenspezialisten. Es werden spezifische Prozess- und Ergebnis-Qualitätsindikatoren sowie unspezifische Indikatoren entwickelt, die Hinweise auf unerwünschte Folgen der IVGK geben. Ihnen gemeinsam ist, dass sie mittels Routinedaten operationalisierbar sein müssen.
Die Evaluation wird auf Basis der sektorenübergreifenden anonymisierten Daten von Versicherten der AOK Baden-Württemberg für die Jahre 2005-2015/16 erfolgen (retrospektiv/Kontrollgruppen-Design). Für die in Teil A) entwickelten Indikatoren der Versorgungsqualität werden die zeitlichen Veränderungen für die Interventionsgruppe und Kontrollgruppen (strukturähnliche Regionen sowie Zufallsstichprobe aus allen Versicherten der AOK in BW) quantifiziert, verglichen und hinsichtlich einer für die Interventionsregion spezifischen Veränderung bewertet. Unterschiede in Patientenpopulationen, der longitudinale Charakter der Daten und potentielle Strukturbrüche werden durch geeignete Modellierung berücksichtigt. Bei der Analyse der unspezifischen Indikatoren werden moderne Verfahren zur Signalerkennung und -bewertung in großen Datenmengen benutzt.
Abschließend findet ein Workshop (siehe C) mit relevanten Akteuren statt, um die Ergebnisse, die Praxisrelevanz und Transferpotenziale zu diskutieren.
Datenbasis Primärdaten
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Längsschnittstudie
Quasi-experimentelle Untersuchung
Literaturarbeit
   Systematische Literaturrecherche
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 08.08.2017