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StiV-H - Stabilität in häuslichen Versorgungsarrangements für Menschen mit Demenz

 

Projektkennung VfD_StiV-H_14_003866
Laufzeit von 06/2014 bis 06/2018
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie lässt sich Stabilität in häuslichen Versorgungsarrangements definieren und was konstituiert und beeinflusst sie?
Wie lassen sich die identifizierten Einflussfaktoren auf Stabilität operationalisieren und analysieren?
Kann das bereits vorhandene Phasenmodell informellen Versorgungshandelns weiter empirisch validiert werden?
Welche Einflussfaktoren auf Stabilität spielen in welcher Phase eine Rolle?
Hintergrund / Ziele Die Mehrheit der Menschen mit Demenz lebt in der Häuslichkeit und wird dort meist von Familienangehörigen oder anderen informellen Helfer/innen versorgt. Die Häuslichkeit stellt somit das zentrale Versorgungssetting für Menschen mit Demenz dar. Die sozialen Sicherungssysteme, insbesondere das Pflegeversicherungsgesetz bzw. die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung, zielen darauf ab, häusliche Versorgungsarrangements im Sinne einer Teilkaskoversicherung zu unterstützen, zu stärken und informelle Versorgungspersonen zu entlasten. Entscheidend für die Tragfähigkeit der häuslichen Versorgung ist jedoch das Engagement informell Versorgender. Diese übernehmen nicht nur einen Großteil der eigentlichen Pflege- und Betreuungsarbeit, sondern steuern und koordinieren oftmals auch die Inanspruchnahme formeller Hilfen.
Das zwischen 2010 und 2013 am DZNE Standort Witten durchgeführte Projekt VerAH-Dem zielte auf die Beschreibung häuslicher Versorgungsarrangements im Zeitverlauf ab. Darüber hinaus wurde der Frage nachgegangen, ob typische Verläufe in der häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz zu rekonstruieren sind und wie sich informelle Versorgungspersonen zur subjektiv empfundenen Stabilität der Versorgungssituation äußern. Zentrales Ergebnis von VerAH-Dem ist ein Phasenmodell zum informellen Versorgungshandeln bei Demenz.
Das Folgeprojekt StiV-H greift diese Ergebnisse auf und zielt neben vertiefenden inhaltlichen Erkenntnissen insbesondere auf die (Weiter-)Entwicklung eines methodischen Ansatzes zur Untersuchung häuslicher Versorgungsarrangements im Verlauf einer Demenzerkrankung.
Ziel der ersten Phase des Projekts StiV-H war es, das Konstrukt Stabilität in Bezug auf die häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz über den Verlauf der Erkrankung zu definieren. Des Weiteren sollen Einflussfaktoren auf die Stabilität von Versorgungsarrangements identifiziert und operationalisiert werden. Darüber hinaus wird das im Projekt VerAH-Dem entwickelte Phasenmodell validiert und weiterentwickelt.
Methodik Durch ein internes Konsensusverfahren (Expertenfokusgruppe) am Standort Witten wird die Entwicklung einer Definition von Stabilität von häuslichen Versorgungsarrangements erarbeitet. Des Weiteren erfolgt eine systematische Literaturanalyse (Review) zu Stabilität und deren Einflussfaktoren von häuslichen Versorgungsarrangements für Menschen mit Demenz im Zeitverlauf. Zuletzt wird eine Validierungsstudie zum bereits vorhandenen Phasenmodell informellen Versorgungshandelns in häuslichen Versorgungsarrangements bei Demenz (Fokusgruppen mit versorgenden Angehörigen) durchgeführt.
Datenbasis Primärdaten
Studiendesign Literaturarbeit
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse In einem mehrstufigen Konsensusverfahren wurde eine Arbeitsdefinition von Stabilität von häuslichen Versorgungsarrangements entwickelt und erfolgreich zur Publikation eingereicht. Diese Definition ist Ausgangsbasis für die systematische Literaturanalyse (Review). Diese wird derzeit durchgeführt. Die Datenerhebung zur Validierung des Phasenmodells zum informellen Versorgungshandeln ist erfolgt. Beide Projektstränge werden im Jahr 2017 abgeschlossen.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 10.08.2017