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VaMB - Value Stream Mapping in Brustzentren

Ein Lösungsansatz zur Optimierung des Entlassungsprozesses

 

Projektkennung VfD_VaMB_17_003858
Laufzeit von 05/2017 bis 04/2020
Webseitehttp://www.imvr.de/index.php?page=VaMB
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Kann mit Hilfe der Methode Value Stream Mapping (VSM) der Entlassung in Brustzentren optimert werden?
Hintergrund / Ziele Der Entlassungsprozess in Brustzentren ist für die sektorenübergreifende Versorgung zentral, da die Patientinnen auf die nachfolgende Versorgung sach- und patientengerecht sowie administrativ vorbereitet werden müssen. Die dafür benötigte Zeit wird beim Value Stream Mapping (VSM) als wertschöpfende Zeit bezeichnet, wenn die Prozessschritte aus der Perspektive der Patientinnen den Prozess voranbringen oder Wert hinzufügen, z.B. Nachsorgeberatung durch das Personal. Als nicht-wertschöpfende Zeit werden Prozessschritte gewertet, die den Prozess hingegen nicht voranbringen, z.B. Wartezeit. Erkenntnisse aus der Versorgungsforschung zeigen, dass der Entlassungsprozess in Brustzentren einen unnötig hohen Anteil an Warte- und Überbrückungszeiten aufweist. VSM ist eine Lean Management Methode der Prozessoptimierung mit dem Ziel, den Anteil der wertschöpfenden und nicht-wertschöpfenden Zeit zu erfassen und zu erhöhen bzw. zu minieren.
Das Projekt hat das Ziel, die Methode des VSM mit der Anwendung auf den Entlassungsprozess in Brustzentren zu evaluieren. Dabei soll der Entlassungsprozess im Alltag optimiert werden.
Methodik Dies ist eine explorative, multizentrische Studie mit einem Prä-Post-Follow-up-Design. Es wird ein interventioneller Ansatz verfolgt, um die Wirksamkeit der Lean Management Methode VSM im Kontext des Entlassungsprozesses in Brustzentren explorativ zu untersuchen. Durch das multizentrische Vorgehen wird die Überprüfung der Wirksamkeit in Brustzentren mit verschiedenen Charakteristika ermöglicht.
Die Zielpopulation der Studie sind Brustzentren, deren Patientinnen und deren Mitarbeiter, die in den Entlassungsprozess involviert sind. Die Intervention erfolgt in vier von der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKzert) zertifizierten Brustzentren in NRW.
Die VSM-Methode kann in vier Phasen beschrieben werden:
Phase 1: Bildung des Projektteams Erstellung der Current State Value Stream Map (Ist-Zustand)
Phase 2: Identifizierung von Verschwendung
Phase 3: Ermittlung von Optimierungspotentialen Entwicklung von Lösungsansätzen; Erstellung der Future State Map (Soll-Zustand)
Phase 4: Implementierung des neuen Entlassungsprozesses

Zur Evaluation der Wirksamkeit werden zu drei Messzeitpunkten (t0, t1 und t2) Erhebungen durchgeführt. Diese erfolgen jeweils anhand einer Zeitmessung, eines Fragebogens für Patientinnen und eines Fragebogens für Mitarbeiter.

Die drei Messzeitpunkte erlauben den Vergleich vor und nach der Intervention, sodass jedes Brustzentrum als Kontrolle für sich selbst dient. Denn ein Vergleich des Entlassungsprozesses zwischen unterschiedlichen Brustzentren kann nur näherungsweise geschehen, da der Ablauf eines Arbeitsprozesses stark von der jeweiligen Organisation abhängt. Die Definition des Entlassungsprozesses mit Anfangs- und Endzeitpunkt wird nicht von den Facilitators, sondern von den jeweiligen Mitarbeitern der einzelnen Brustzentren getätigt.

Zur Auswertung werden deskriptive und interferenzstatistische Methoden wie Prä-Post-Vergleiche und Subgruppenanalysen angewandt.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 204)
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 204)
   Befragung postalisch Mitarbeiter  (Stichprobengröße: 200)
Studiendesign Querschnittstudie
Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 11.07.2017