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INDEED - Inanspruchnahme und sektorenübergreifende Versorgungsmuster von Patienten in Notfallversorgungsstrukturen in Deutschland

 

Projektkennung VfD_INDEED_17_003844
Laufzeit von 05/2017 bis 04/2020
Webseitehttp://indeed.charite.de
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Bestimmung der Häufigkeiten von adäquater, inadäquater und vermeidbarer Inanspruchnahme von ambulanten Versorgungsstrukturen (niedergelassene Ärzte, KV-Notdienste etc.), Notaufnahmen und stationärer Versorgung in den Routine-daten.
Charakterisierung von Notaufnahmepatienten hinsichtlich Ihrer Inanspruchnahme
Identifikation von Clustern mit vergleichbaren Versorgungsmustern
Identifikation von Einflussfaktoren für die Notaufnahmebehandlung
Identifikation von Patientengruppen mit alternativer Versorgungsoption
Identifikation von Einflussfaktoren auf einen ungünstigen Verlauf (Morbidität, Mortalität)
Hintergrund / Ziele Die übergeordnete Zielsetzung des vorliegenden Projektes ist die Charakterisierung und Deskription der sektorenübergreifenden Versorgungsmuster von Patienten, welche die Versorgung in einer Notaufnahme in Anspruch nehmen. Es werden tatsächliche Patientenpfade durch das Gesundheitssystem analysiert und insbesondere Subgruppen mit inadäquater oder defizitärer Versorgung identifiziert.
Das primäre Projektziel ist die Schätzung von Häufigkeiten von adäquater, inadäquater als auch vermeidbarer und defizitärer Versorgung in allen Patienten und in relevanten Subgruppen. Als sekundäre Projekt-ziele werden Versorgungsmuster untersucht und Cluster mit unterschiedlichem Inanspruchnahmeverhalten identifiziert. In der Gesamtheit der Patienten und innerhalb der gebildeten Cluster werden gezielt der Versorgungsbedarf, Versorgungslücken und Einflussfaktoren auf adäquate, inadäquate und insbesondere vermeidbare Inanspruchnahme von Versorgungsstrukturen sowie defizitäre Versorgung untersucht.
Methodik In dem vorliegenden Projekt werden die Behandlungsdaten von ambulant und stationär behandelten Notaufnahmepatienten eines Jahres (2016) aus bis zu 20 Notaufnahmen mit Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen 2 Jahre vor und 1 Jahr nach dem Notaufnahmeaufenthalt verknüpft werden. Es ist geplant, dass die Verknüpfung anhand eines gemeinsam gebildeten Pseudonyms erfolgt. Deutschlandweite Vergleiche werden in den bundesweiten Abrechnungsdaten des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) sowie mit Daten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) durchgeführt.
Zielpopulation und Stichprobengröße
Die Zielpopulation sind alle GKV-versicherten, erwachsenen (≥18 Jahre) Patienten, welche im Kalenderjahr 2016 in einer beteiligten Notaufnahme behandelt wurden. Es werden Daten von 15-20 Notaufnahmen analysiert. Die beteiligten Notaufnahmen haben im Mittel ~34.000 Patientenkontakte pro Jahr. Somit ergibt sich eine Stichprobengröße von insgesamt 510.000-680.000 Patienten. Die Anzahl von 15-20 einbezogenen Notaufnahmen ist im Umfang dieses Projektes realisierbar und erlaubt die Einbeziehung von Notaufnahmen unterschiedlicher Struktur und Lage. Mit der angestrebten Fallzahl sind präzise Schätzungen von Prävalenzen auch innerhalb kleiner Subgruppen möglich.
Datenverknüpfung und Datenschutz
Die Verknüpfung verschiedener Datenquellen zur Beantwortung komplexer Fragestellungen findet in den letzten Jahren in der Versorgungsforschung vermehrt Anwendung. In INDEED soll die Verknüpfung anhand eines Pseudonyms in einer Vertrauensstelle erfolgen. Pseudonymisierte Patientendaten sind erforderlich, um sektorenübergreifende Behandlungsprozesse einzelfallbezogen abbilden zu können. Die Bildung dieses Pseudonyms kann z.B. anhand von Name und Geburtsdatum oder der Nummer der elektronischen Gesundheitskarte erfolgen. In INDEED wird vor der Datenextraktion ein eigenes Datenschutzkonzept erstellt, so dass der Datenschutz gewährleistet ist.
Datenbasis Sekundärdaten
   Niedergelassene Ärzte  (Stichprobengröße: 680.000)
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: 680.000)
   Routinedaten aus der Notaufnahme  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 120 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 01.06.2017