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Wissenschaftliche Begleitung zur Entwicklung und Erprobung des Gesundheitszentrums Spork mit Schwerpunkt nutzerorientierte Angebotsgestaltung, Konzeption der ehrenamtlichen Gesundheitsbegleiter und nutzerorientierte Evaluation der Wirkung der vernetzten Gesundheitsversorgung /-förderung.

 

Projektkennung VfD_17_003835
Laufzeit von 03/2017 bis 03/2020
Webseitehttp://ffg.tu-dortmund.de/cms/de/Projekte/Lebenslagen_Lebensformen_und_soziale_Integration/Gesundheitszentrum-Spork_-Aufbau-und-Verstetigung-eines-wirtschaftlich-tragfaehigen_-interdisziplinaeren-und-zivilgesellschaftlichen-Wertschoepfungsnetzwerkes-im-Quartier_/index.html
Status des Projekts laufend
GesamtprojektGesundheitszentrum Spork: Aufbau und Verstetigung eines wirtschaftlich tragfähigen, interdisziplinären und zivilgesellschaftlichen Wertschöpfungsnetzwerkes im Quartier.

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Bedarfe / Bedürfnisse (älterer) Nutzer/innen und Angebotsgestaltung
- Welche Bedarfe / Bedürfnisse bestehen aus Sicht der (älteren) Nutzer/innen in Spork und Umgebung im Bereich der Gesundheitsversorgung /-förderung?
- Wie können diese Anforderungen (älterer) Nutzer/innen im Gesundheitszentrum Spork umgesetzt werden?
Ehrenamtliche Gesundheitsbegleiter/innen
- Welche Erwartungen / Anforderungen werden aus Sicht (älterer) Nutzer/innen an ehrenamtliche Gesundheitsbegleiter/innen formuliert?
- Wie ist die Bereitschaft (älterer) Nutzer/innen, das Angebot ehrenamtlicher Gesundheitsbegleiter/innen selbst zu nutzen? Wie können die Nutzer/innen charakterisiert werden?
- Wie häufig und mit welchem inhaltlichen Schwerpunkt wird die Begleitung genutzt?
Nutzerorientierte Evaluation der Wirkung der vernetzten Gesundheitsversorgung /-förderung
- Wie stellen sich a) Gesundheitskompetenz, b) subjektive Gesundheit und c) gesundheitsbezogene Lebensqualität (älterer) Nutzer/innen des Gesundheitszentrums Spork dar?
- Wie wirkt sich das Angebot der vernetzten Gesundheitsversorgung /-förderung des Gesundheitszentrums Spork auf a) Gesundheitskompetenz, b) subjektive Gesundheit und c) gesundheitsbezogene Lebensqualität der älteren Nutzer/innen sowie auf d) die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten und e) den Verbleib (älterer) Nutzer/innen in der häuslichen Umgebung aus?
Hintergrund / Ziele Die Zunahme der (hoch-)betagten Bevölkerung ist zukünftig davon auszugehen, dass verstärkt Gesundheits-, Pflege- und Sozialdienstleistungen nachgefragt werden und der Bedarf an diesen Leistungen trotz des Bevölkerungsrückganges nicht sinken wird. In alternden Gesellschaften ist die gesundheitliche Versorgung daher an die Bedürfnisse älterer Patient/innen mit vorwiegend chronisch-degenerativen- Erkrankungen anzupassen, d.h. eine alter(n)sgerechte medizinische Behandlung sowie Maßnahmen , die auch bei (beginnender) Hilfebedürftigkeit eine selbständige Lebensfürhung in der gewohnten Umgebung unterstützen und soziale Teilhabe, subjektive Gesundheit und Lebensqualität im Alter fördern. Anzustreben ist eine aktivierende Gesundheitsversorgung, einschließlich gesundheitsfördernder Maßnahmen, die an der Lebens- und Motivationslage Älterer ausgerichtet werden. Eine solche gesundheitliche Versorgung stellt besonders im strukturschwachen und ländlichen Raum eine Herausforderung dar. Um hier die gesundheitliche Versorgung zu gewährleisten, wird der Aufbau eines multifunktionalen Gesundheitszentrums (GZ) erprobt.


Die übergeordnete Zielsetzung ist die Entwicklung eines bedarfsgerechten Versorgungsangebots für ländliche Quartiere. Es geht um den Aufbau eines interdisziplinären und multifunktional genutzten Gesundheitszentrums, das basierend auf einem Hilfe-Mix aus professionellen Anbietern und bürgerschaftlichem Engagement verschiedene Gesundheitsangebote vor Ort verfügbar macht. Das Gesundheitszentrum wird sich aus zwei Säulen zusammensetzen: einem Filialbetrieb professioneller Gesundheitsanbieter sowie Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention, die durch das Gesundheitszentrum in Kooperation mit lokalen und regionalen Partner/innen erbracht werden. Zentrale Aufgabe des Projektes ist somit die systematische Kombination folgender Bausteine, die konzeptionell ausgestaltet, in ihrem Zusammenwirken erprobt und über ein integriertes Betriebskonzept miteinander verzahnt werden.

•Entwicklung eines nachhaltigen Betriebskonzeptes und Konzeption eines Filialbetriebs für professionelle Dienstleister (z.B. Allgemeinmediziner, Fachärzte, Physiotherapeuten, Logopäden).

•Einbindung nichtärztlicher Praxisassistenzen zur Unterstützung der ärztlichen Behandlung sowie der Beratung und Betreuung der Nutzer/innen des Gesundheitszetnrums Spork.

•Koordination und Begleitung der Umsetzung des professionellen medizinisch-therapeutischen Filialbetriebs sowie der Erprobung von Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention.

•Entwicklung und Erprobung zielgruppenspezifischer, gendergerechter und altersdifferenzierter Angebote der Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsbildung.

•Entwicklung eines Schulungs- und Umsetzungskonzeptes für Ehrenamtliche Gesundheitsbegleiter/innen, die ältere Nutzer/innen des Gesundheitszentrums Spork bei Maßnahmen der Verhaltensprävention und einer geplanten Lebensstiländerung unterstützen, zur Förderung von Gesundheit/Gesundheitskompetenz und Empowerment beitragen.

•(Weiter-)Entwicklung der lokalen Verhältnisse (Verhältnisprävention) im Sinne einer gesunden Quartiersentwicklung durch Unterstützung der Angebots- und Strukturentwicklung sowie der Zusammenarbeit der Akteure (gesundheitsförderndes Netzwerk).
Methodik Zur Analyse der Ausgangssituation erfolgt zunächst eine Bedarfsanalyse aus Sicht potenzieller (älterer) Nutzer/innen des Gesundheitszentrums. Es wird eine Kombination von Desk-Research und Einsatz qualitativer und quantitativer Erhebungsmethoden gewählt, um bedarfs- und gendergerechte Angebote zu erarbeiten. Dabei wird ein Fokus auf vulnerable, gesundheitlich stark belastete Gruppen gelegt, u.a. pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz und Menschen mit niedrigen sozioökonomischen Status. Einer partizipativen Forschungsstrategie folgend werden zielgruppenspezifische Partizipationsmethoden (weiter-)entwickelt und ältere Bürger/innen sowie relevante lokale Akteure in unterschiedlichem Ausmaß beteiligt.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: k.A.)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 45 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 02.05.2017