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HebAB.NRW - Geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Nordrhein-Westfalen

Querschnittsbefragungen von Müttern und Hebammen

 

Projektkennung VfD_HebAB.NRW_16_003814
Laufzeit von 12/2016 bis 11/2019
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Dargestellt werden soll die Versorgung von Frauen in der Lebensphase von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und früher Elternschaft mit Hebammenhilfe in NRW aus Sicht der Frauen. Gleichzeitig werden in NRW wohnende und/oder arbeitende Hebammen unter anderem zu ihren Tätigkeitsfeldern befragt. Dabei wird das Angebot mit Hebammenhilfe, die Inanspruchnahme von und der Bedarf nach Hebammenhilfe, regionale Unterschiede in der Versorgung und mögliche Qualitätsmerkmale untersucht.
Hintergrund / Ziele Aufgrund der steigenden Kaiserschnittrate und der angespannten beruflichen Situation für Hebammen initiierte das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen (NRW) im Jahr 2014 den Runden Tisch Geburtshilfe. Dieser sprach in seinem Abschlussbericht die Empfehlung aus, Hebammen und Frauen in NRW zur Versorgungssituation mit Hebammenhilfe zu befragen [1]. Diese Empfehlung wird unter finanzieller Förderung durch das Landeszentrum Gesundheit NRW (Förderkennzeichen LZG TG 72 001/2016) und mit einer Laufzeit von drei Jahren mit dem hier beschriebenen Vorhaben umgesetzt. Das Vorhaben stellt die bisher größte und umfassendste einer Reihe aktuell laufender Studien zur Versorgungssituation mit Hebammenhilfe in Deutschland dar, um ggf. Maßnahmen zur Verbesserung der wohnortnahen und flächendeckenden Versorgung mit Hebammenhilfe ableiten zu können.
Methodik Das Forschungsvorhaben wird in zwei Teilprojekten umgesetzt. Im Teilprojekt A werden in einer retrospektiven Kohortenstudie 3.000 junge Mütter vier Monate nach der Geburt ihres Kindes zur Inanspruchnahme von Hebammenhilfe, Aspekten wie dem Zugang zur Hebammenhilfe, der Kontinuität in der Betreuung, der Zufriedenheit mit der Betreuung, der Nutzung von informationstechnologischen Medien sowie dem subjektiven Gesundheitsstatus befragt. In diesem Zusammenhang wird insbesondere die singuläre Frage nach der subjektiven Gesundheit fokussiert, da ihre prädiktive Kraft in Bezug auf Mortalität und Morbidität in Studien bereits gezeigt wurde [2,3]. Als Zugang dienen randomisiert ausgewählte geburtshilfliche Fachabteilungen in NRW, alle Geburtshäuser, sowie freiberuflich tätige Hebammen in NRW. Entsprechend der Auswertung des BQS-Instituts zu den Herkunftsländern von Frauen, die in NRW geboren haben [4], wird der Fragebogen in den häufigsten in NRW gesprochenen Sprachen bereitgestellt, um ein möglichst repräsentatives Bild junger Mütter gewinnen zu können. Die Auswertung erfolgt sowohl deskriptiv als auch analytisch in Hinblick auf Faktoren, die z.B. zur Nicht-Inanspruchnahme von Hebammenhilfe führen.
Das Teilprojekt B stellt ein exploratives Survey dar. Auch wenn die Grundgesamtheit unbekannt ist [5], sollen alle in NRW wohnhaften bzw. tätigen Hebammen identifiziert und erfasst werden. Der Zugang zu den Hebammen erfolgt über alle bekannten Datenhalter. Auch nicht berufstätige Hebammen sollen erfasst werden, damit eine Gegenüberstellung von einer absoluten Zahl von Hebammen und der tatsächlich eingesetzten Arbeitskraft dargestellt werden kann. Das Erhebungsinstrument ist ein Fragebogen, welcher auf Grundlage von internationalen Standards der Hebammenregistrierung [6] entwickelt wird. Von zentralem Interesse sind Umfang, Ort und Art der Berufsausübung. Als ein Aspekt der Versorgungsqualität wird ebenfalls der Grad der Vernetzung mit anderen Gesundheitsfachberufen erfragt.
Zur Erhöhung der Rücklaufquoten ist für beide Erhebungen eine Hybridbefragung (online, postalisch, telefonisch) geplant. Die Software SPSS (Version 24) [6] und R [7] werden maßgeblich zur Auswertung der Daten genutzt. Das Ethikvotum wird zur Begutachtung der Ethikkommission der Hochschule für Gesundheit vorgelegt.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 1.500)
   Befragung online  (Stichprobengröße: 5.000)
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: 1.500)
Studiendesign Querschnittstudie
Kohortenstudie (retrospektiv)
Literaturarbeit
   Systematische Literaturrecherche
Untersuchte Geschlechter weiblich
Untersuchte Altersgruppen von 12 bis 66 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 15.05.2017