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AKTIN - Verbesserung der Versorgungsforschung in der Akutmedizin in Deutschland durch den Aufbau eines nationalen Notaufnahmeregisters

 

Projektkennung VfD_AKTIN_13_003805
Laufzeit von 11/2013 bis 04/2018
Webseitehttp://www.aktin.org
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Über die Beteiligung von deutschen Krankenhäusern an der Notfallversorgung existieren keine bundesweiten Daten. Außer stichprobenhaften Datenerhebungen im Rahmen von einzelnen Umfragen oder Studien sind keine regelmäßigen und einrichtungsübergreifenden Datensammlungen in der klinischen Notfallmedizin vorhanden. Eine Verbesserung der medizinischen Versorgung der geschätzt über 21 Millionen Notfallpatienten pro Jahr durch Versorgungsforschung, Qualitätssicherungsmaßnahmen und Gesundheitssurveillance sind daher aktuell im Bereich der innerklinischen Notfallmedizin kaum möglich.

Mit dem Verbundforschungsprojekt "Verbesserung der Versorgungsforschung in der Akutmedizin in Deutschland durch den Aufbau eines nationalen Notaufnahmeregisters", kurz AKTIN, sollen die Grundlagen für ein Notaufnahmeregister erarbeitet werden.
Hintergrund / Ziele Das Ziel des Verbundvorhabens ist, die epidemiologische Forschung und die Versorgungsforschung in der Akutmedizin durch ein Notaufnahmeregister zu verbessern. Dabei gilt es eine IT-Infrastruktur zu entwickeln, implementieren und evaluieren, die sowohl den unterschiedlichen Anforderungen von Forschung und Surveillance, aber auch dem Datenschutz gerecht wird. Zunächst wird der DIVI-Kerndatensatz für die Notaufnahme als konsentierter klinischer Dokumentationsstandard in einen Kommunikationsstandard überführt, der es ermöglicht die Daten zwischen verschiedenen IT-Systemen zu kommunizieren (HL7, IHE). Parallel dazu wird für das Register eine dezentrale Softwarearchitektur entworfen, die sicherstellt, dass der umfangreiche Datensatz mit identifizierenden Patientenmerkmalen innerhalb der behandelnden Klinik verbleibt. Für wissenschaftliche Abfragen und regelmäßige Berichte (Surveillance) werden ausschließlich die benötigten Daten exportiert. Diese werden verschlüsselt an eine Treuhänderstelle exportiert, die Daten unterschiedlicher Herkunft zusammengeführt („gepoolt"). So kann auch bei größeren Datenmengen eine faktische Anonymisierung der Daten erreicht werden. Die Evaluation der IT-Infrastruktur erfolgt durch eine Feasibility-Studie an 15 Kliniken, deren Notaufnahmedaten für unterschiedliche Fragestellungen und Szenarien der empirischen Forschung, Versorgungsforschung und Gesundheitssurveillance durch verschiedene Institutionen ausgewertet werden.
Methodik Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Machbarkeitsstudie zum prototypischen Aufbau eines Notaufnahmeregisters mit Anbindung von 15 Modellkliniken. Es erfolgt die Entwicklung eines komplexen Registers, das die routinemäßig elektronisch erhobenen Daten der Modellkliniken dezentral vorhält. Als standardisierte Schnittstelle zwischen den elektronischen Dokumentationssystemen in den Notaufnahmen der Modellkliniken und den dezentralen Servern des Registers fungiert ein HL7-CDA-Dokument des Notaufnahmeprotokolls. Die „Clinical Document Architecture“ CDA®) ist ein internationaler Standard für den Datenaustausch auf Basis von XML, der durch die internationale Standardisierungsorganisation Health Level 7 (HL7®) entwickelt wurde. Ein HL7-CDA-Dokument ermöglicht den interoperablen Austausch von Informationen zwischen verschiedenen informationsverarbeitenden Systemen.
Durch die Entwicklung einer datenschutzkonformen Abfrageinfrastruktur können Teildatensätze für wissenschaftliche Fragestellungen von den Modellkliniken abgefragt und unter Wahrung der Anonymität der Daten ausgewertet werden. Das Register soll neben wissenschaftlichen Studien auch zur Gesundheits- und Infektionssurveillance sowie zum lokalen und einrichtungsübergreifenden bundesweiten Benchmarking eingesetzt werden können.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: k.A.)
   Notaufnahmen  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Kohortenstudie (prospektiv)
Beobachtungsstudie
nicht-interventionelle einarmige Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 19.06.2017