[Zurück zur Trefferliste]

BECCA - Langfristige Therapieerfolge erzielen – „Behavior Change Counseling“ in der ambulanten Physiotherapie

 

Projektkennung VfD_BECCA_16_003804
Laufzeit von 11/2016 bis 10/2019
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Techniken der Verhaltensänderung sind effektiv zur Verbesserung der Adhärenz an körperliche Aktivität bei Patientinnen und Patienten mit chronischen muskuloskelettalen Erkrankungen?
Welche Erfahrungen machen ambulant tätige Physiotherapeutinnen und -therapeuten bei der Anleitung ihrer Patientinnen und Patienten zu körperlicher Aktivität im Alltag wie etwa der regelmäßigen Durchführung eines Heimübungsprogramms?
Wie wird eine Intervention zum „Behavior Change Counseling“ von ambulant tätigen Physiotherapeuten angenommen und evaluiert? Kann in einem 3-Monats-Follow-up gezeigt werden, dass die vermittelten Techniken auch praktisch angewandt wurden?
Hintergrund / Ziele Therapeutische Übungen und körperliche Aktivität sind eine wirksame und empfohlene Behandlungsmöglichkeit bei muskuloskelettalen Beschwerden. Die Aufklärung über die Bedeutsamkeit von körperlicher Aktivität und die Anleitung dazu ist oft Aufgabe von Physiotherapeutinnen und -therapeuten. Häufig gelingt es Patientinnen und Patienten jedoch trotz erfolgter Aufklärung nicht, empfohlene Übungen und körperliche Aktivität langfristig in ihren Alltag zu integrieren. Es hat sich gezeigt, dass eine bloße Aufklärung über die Wichtigkeit von körperlicher Bewegung nicht ausreicht. Ein Einsatz von gezielten Strategien - so genannten "Techniken der Verhaltensänderung" - ist notwendig um Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, körperliche Aktivität langfristig durchzuführen. Die Effektivität einiger solcher Techniken für die Physiotherapie wurde bereits nachgewiesen - etwa die Wirkung von Feedback oder Zielsetzungsstrategien. Jedoch ist unklar, inwieweit diese Strategien in der täglichen physiotherapeutischen Behandlung in Deutschland tatsächlich zum Einsatz kommen.

Ziele dieses Projekts sind (1) die Identifikation von Techniken der Verhaltensänderung, die bei Patientinnen und Patienten mit chronischen muskuloskelettalen Erkrankungen die Adhärenz an körperliche Aktivität verbessern, (2) die Zusammenfassung von Erfahrungen ambulant tätiger Physiotherapeutinnen und -therapeuten bei der Anleitung ihrer Patientinnen und Patienten zu körperlicher Aktivität im Alltag sowie die Identifikation von Techniken der Verhaltensänderung, die in der täglichen Behandlungsroutine eingesetzt werden, und (3) die Evaluation und Überprüfung der Effektivität einer Intervention zum „Behavior Change Counseling“ in der ambulanten Physiotherapie.
Methodik Im ersten Schritt des Projektes wird ein systematisches Literaturreview erstellt. Eingeschlossen werden RCTs, Cluster-RCTs und quasi-RCTs mit Interventionen zur Förderung von körperlicher Aktivität beziehungsweise Adhärenz an körperliche Aktivität.

In einem nächsten Schritt werden qualitative, semistrukturierte Fragebogeninterviews mit ambulant tätigen Physiotherapeutinnen und -therapeuten geführt. Themen des Interviews sind unter anderem die Anleitung und Beratung von Patientinnen und Patienten zur konsequenten Durchführung von körperlicher Aktivität und Eigenübungen im Alltag.

Beim letzten Schritt des Projektes handelt es sich um eine longitudinale Studie mit Eingruppen-prä-post-Design und 3-Monats-Follow-up. Ambulant tätige Physiotherapeutinnen und -therapeuten werden im Rahmen einer Fortbildung in der Anwendung bestimmter Techniken der Verhaltensänderung geschult. Die Fortbildungsmodule entstammen dem durch die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) geförderten Projekt „Bewegungstherapie-Fortbildungen (BeFo)“ (Projektleitung: Prof. Dr. Wiebke Göhner, Katholische Hochschule Freiburg, und Dipl.-Psych. Andrea Reusch, Universität Würzburg) (http://www.psychotherapie.uni-wuerzburg.de/forschung/befo.html). Vor Beginn der Fortbildung und zu drei Nacherhebungszeitpunkten werden die Teilnehmenden per Fragebogen befragt. Zielgrößen sind unter anderem die Verständlichkeit der Fortbildung sowie Handlungswissen und Kompetenz der Physiotherapeutinnen und -therapeuten.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 45)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 12)
Studiendesign Längsschnittstudie
Literaturarbeit
   Systematische Literaturrecherche
Qualitative Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 05.05.2017