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Pflegende Angehörige auf Distanz - Versorgungsstrukturen: Lücken, Bedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten

Eine neue Zielgruppe in der Versorgungsforschung

 

Projektkennung VfD_16_003788
Laufzeit von 08/2016 bis 07/2019
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie kann im Sinne einer "Collaborative Care" die Versorgungssituation von auf Distanz pflegenden Familien optimiert werden?
Hintergrund / Ziele Das Promotionsvorhaben "Pflegende Angehörige auf Distanz - Versorgungsstrukturen: Lücken, Bedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten" verortet sich im Forschungsgebiet Häusliche/Ambulante Pflege und richtet hier den Blick auf eine deutlich wachsende und doch in Deutschland bislang v.a. in der Versorgungsforschung kaum wahrgenommene Zielgruppe: Pflegende Angehörige, die bei räumlicher Entfernung für ihre hilfe- und pflegebedürftigen Angehörigen Sorge tragen.
Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie im Sinne einer "Collaborative Care" die Versorgungssituation dieser Familien optimiert werden kann:
Wie kann eine multiprofessionelle, sektorenübergreifende Zusammenarbeit (auch im Sinne eines Hilfe- und Pflegemixes) gelingen, wie können bestehende Angebote optimiert und um den Faktor "Distanz" ergänzt und welche zukunftsfähigen interdisziplinären Versorgungskonzepte können entwickelt werden? Ausgangspunkt ist dabei die spezifische Nutzer- und Patientenperspektive auf Distanz pflegender Familien, sind die von ihnen erlebten Herausforderungen, Bedarfe, Strategien und Lösungsmöglichkeiten.
Methodik Da das Forschungsfeld "(Long) Distance Care" (v.a. auch in Verbindung mit einem versorgungsforschenden Blick) in Deutschland bislang kaum wissenschaftliche Beachtung fand, bietet sich für diese Studie ein qualitativ-explorativer Forschungsansatz an.

1. Die Basis stellt zunächst ein Systematischer Review der bestehenden Datenlage dar.
2. Zur Beantwortung der Frage nach der spezifischen Nutzer- und Patientenperspektive "pflegender Angehöriger auf Distanz" (welche besonderen Herausforderungen und Bedarfe liegen vor - und welche Versorgungslücken werden offensichtlich?) werden 20 problemzentierte Interviews mit pflegenden Familien geführt - diese sollen mit weiteren Interviews (halbstandardisiert, Strukturlegetechnik) multiperspektivisch ergänzt werden. Die Auswertung erfolgt in einer Methodenkombination zunächst inhaltsanalytisch (Mayring), in einem zweiten Schritt auch rekonstruktiv (Bohnsack).

3. Triangulation: In einem dritten Schritt werden die Interviewerkenntnisse mit der Perspektive von Experten im Versorgungssystem zusammengeführt (teilstandardisierte Telefoninterviews, Fokusgruppen).

4. Daraus gilt es, Schlussfolgerungen zur Konzeption von Versorgungskonzepten sowie Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Versorgungssituation abzuleiten.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: k.A.)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 18.10.2016