[Zurück zur Trefferliste]

Nutzen und Wirksamkeit der interprofessionellen Praxis (IPP).

Eine Übersichtsstudie zur Evidenzlage.

 

Projektkennung VfD_15_003746
Laufzeit von 08/2015 bis 02/2016
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Nutzen und Wirksamkeit von interprofessioneller Zusammenarbeit
Hintergrund / Ziele In der Diskussion über interprofessionelle Praxis (IPP) werden regelmäßig erhebliche Vorteile gegenüber traditionellen, monoprofessionell orientierten Modellen hervorgehoben. Auch in der Literatur findet sich ein zustimmender Trend. Allerdings ist es trotz einer gewaltigen Anzahl von Fallstudien immer noch schwierig, das Für und Wider des interprofessionellen Arbeitens mit robusten Erkenntnissen zu belegen. Eine der Schwierigkeiten liegt in der großen Spannbreite der Definition von IPP, welche eine Vergleichbarkeit und Übertragbarkeit von Einzelstudien stark einschränkt. Das Ziel der Arbeit war es, aus der vorhandenen Evidenz generelle Mehrwerte von IPP bezüglich Qualität, Effizienz, Wirksamkeit, Kosten/Wirtschaftlichkeit, Organisation etc. abzuleiten.
Methodik Literaturreview
Datenbasis In dem Projekt werden keine Daten verwendet.
Studiendesign Literaturarbeit
   Systematische Literaturrecherche
   Metaanalyse
Untersuchte Geschlechter nicht untersucht
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Um den Nutzen und die Wirksamkeit fassbar zu machen, wurde bei den 10 ausgewählten Aspekten geprüft, was die Forschung sagt (Güte der Evidenz: gut, eher gut, mittel, eher gering, gering). Danach wurden die Faktoren darauf hin bewertet, wie ihre Auswirkung auf Nutzen und Wirksamkeit ist (positiv, neutral/ambivalent, negativ oder allenfalls unklar). Die Ergebnisse wurden graphisch dargestellt und die Hauptaussagen verschriftlicht.

Viele Fallstudien liefern spezifische Argumente zu Teilaspekten. Trotz einer hohen Zahl von Fallstudien sind allgemeine Aspekte selten untersucht. Den breiten Focus auf Nutzen und Wirksamkeit mit mehreren Kriterien konnten nur zwei Metaanalyse und ein Literaturreview abdecken. Besonders ergiebig waren die sehr komplexen Arbeiten von Hewitt et al. (2014, 2015a, 2015b, 2015c) mit 128 Fallbeispielen, Barrett et al. (2007) mit 206 Fallstudien und Lemieux-Charles/McGuire (2006) mit 33 Fallstudien liefern ebenfalls robuste Ergebnisse.
Hinsichtlich der Einflüsse von IPP zeigte sich, dass einzelne positive Aussagen über IPP substantiell unterfüttert werden können, während andere, nach bisherigen Forschungsstand, eher hypothetischen bzw. Einzelfallcharakter haben.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 18.04.2016