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PRO_Schmerzassessment - Wie erleben Patientinnen und Patienten die Erhebung von Patient reported outcomes (PRO)? Eine qualitative Querschnittsuntersuchung am Beispiel des Schmerzassessments

 

Projektkennung VfD_PRO_Schmerzasses_15_003741
Laufzeit von 11/2015 bis 05/2016
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie erleben Patientinnen und Patienten das pflegerische postoperative Schmerzassessment mittels Numerischer Rating Skala in der Chirurgie?
Hintergrund / Ziele Die Erfassung von Schmerzen als Teil eines adäquaten Schmerzmanagements ist fester Bestandteil pflegerischer Routinen. Weitgehend unbekannt ist, wie Patientinnen und Patienten die Schmerzerhebung und -beurteilung wahrnehmen. Bisher durchgeführte Studien (van Dijk et al. 2016; Jones et al. 2015; Robinson-Papp et al. 2015) - vorrangig im englischsprachigen Raum veröffentlicht - kommen zu dem Ergebnis, dass Patientenvorstellungen zur Messung und Nutzung des Schmerzassessments der Daten die Validität der Erhebung beeinflussen. Ziel der vorliegenden Studie war es, in einem deutschsprachigen Kontext die Erlebensdimensionen von Schmerzassessments bei Anwendung der Numerischen Rating Skala (NRS) zu erfassen.
Methodik Die Erhebung wurde als qualitative Querschnittsuntersuchung in Anlehnung an die Grounded Theory Methodologie von Strauss und Corbin (1996) umgesetzt. Befragt wurden insgesamt 15 Patientinnen und Patienten aus den Bereichen Urologie, Orthopädie, Unfallchirurgie und onkologische Chirurgie eines bayerischen Universitätsklinikums. Als Erhebungsinstrument dienten leitfadengestützte Interviews. Die strukturierte Auswertung und Analyse der Daten erfolgte unter Zuhilfenahme von MaxQDA als induktives Vorgehen.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 15)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 51 bis 87 Jahre
Ergebnisse Es zeigt sich, dass die NRS bei fast allen Patientinnen und Patienten zur Anwendung kam. Ein Großteil der Befragten gab an, dass ihnen die Einschätzung der Schmerzen leicht fällt. Es wird jedoch deutlich, dass die Patientinnen und Patienten nur vage Vorstellungen zu den Konsequenzen ihrer Antwort haben. Das Schmerzassessment wird als pflegerische Routine erlebt, die für die Therapie als weitgehend unbedeutend wahrgenommen wird. Selbstreflexiv wird vereinzelt die Skalierung als Problem gesehen, da ein Referenzwert fehlt und sich Schmerzqualität und -verläufe der vorgegebenen Metrik entziehen. Intermittierende Schmerzen oder Schmerzspitzen bei Belastung werden in den Augen der Befragten mit dem derzeitigen Prozedere nur unzureichend erfasst.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 18.04.2016