[Zurück zur Trefferliste]

EPICS IILW - Die Bedeutung der zentralen Notaufnahme für die ambulante Versorgung in ruraler Umgebung: Experteninterviews mit hausärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten einer sachsen-anhaltinischen Stadt mit Mittelzentrumsfunktion und des Landkreises

 

Projektkennung VfD_EPICS_IILW_15_003724
Laufzeit von 09/2015 bis 10/2016
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Bedeutung einer zentralen Notaufnahme für die hausärztliche Versorgung in einer ländlichen Region aus hausärztlicher Sicht
Hintergrund / Ziele Der Anteil von Patienten, die zentrale Notaufnahmen für akutmedizinische Behandlungen aufsuchen, nimmt stetig zu. Qualitative Befragungen ergaben als Hauptmotive größere Zeitautonomie, den medizinischer Standard eines Krankenhauses und die Substitution nicht oder spät verfügbarer Termine bei niedergelassenen Ärzten. Befragte einer ruralen Region verfügten im Gegensatz zu Notaufnahmepatienten einer Großstadt über hausärztliche Bindungen.
Zur Ergänzung der Sichtweise um die der hausärztlichen Versorger wurden 12 leitfadengestützte Interviews der ländlichen Region geführt.
Fragestellung war sowohl die Erfassung der ärztlichen Perspektive auf das Patientenverhalten als auch die originäre Bedeutung der Notaufnahme für die ländliche ambulante Versorgung.
Methodik Geführt werden 12 leitfadengestützte face-to-face Befragungen mit Hausärztinnen und Hausärzten in einer ländlichen Region. Die Auswertung erfolgt mit der Qualitativen Inhaltsanalyse unterstützt durch MAXQDA.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 12)
Studiendesign Qualitative Studie
Untersuchte Geschlechter nicht untersucht
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Während das Ansteuern der Notaufnahme zur schnellen Behandlung mehrheitlich als Ausdruck einer gestiegenen Anspruchshaltung, von Ungeduld und mangelnde Gesundheitskompetenz gewertet wurde, war das Verständnis für das Patientenverhalten eher gegeben, wenn gesundheitlicher Besorgnis und Substitution spezialärztlicher Behandlung in die Notaufnahme führten.
Der überwiegende Teil der befragten Ärztinnen und Ärzte nutzte die Notaufnahme gelegentlich, um Behandlungen von Patienten zu beschleunigen, oder zur Abklärung unklarer Diagnosen. Auch bei Zeitdruck in der Praxis konnte die Notaufnahme als alternativer Behandlungsort fungieren.
Insgesamt wurde die Notaufnahme zur Absicherung ambulanter Versorgung in der ländlichen Region geschätzt.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 09.06.2017