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DACAPO - Das schwere akute Lungenversagen des Erwachsenen: Einfluss der Versorgungsqualität und individueller Patientenmerkmale auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Überlebenden (DACAPO)

 

Projektkennung VfD_DACAPO_14_003719
Laufzeit von 04/2014 bis 04/2017
Webseitehttp://www.dacapo-ards.de
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie beeinflussen die Versorgungsqualität und individuelle Patientenmerkmale die gesundheitsbezogene Lebensqualität und die Rückkehr ins Erwerbsleben bei Überlebenden eines schweren akuten Lungenversagens?
Hintergrund / Ziele Das schwere Lungenversagen (ARDS) entsteht durch Infektionserkrankungen (bakterielle oder virale Lungenentzündungen), im Rahmen von Unfällen oder durch Sepsis, Entzündungen von Bauchorganen oder Knochen. Die Häufigkeit wird in Deutschland mit rund 40.000 Fällen pro Jahr geschätzt. Es handelt sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung, welche eine künstliche Beatmung und intensivmedizinische Therapie erfordert. Die Überlebensrate liegt derzeit bei etwa 60 Prozent. Das Überleben ist häufig mit chronischen Depressionen, Ängsten, posttraumatischer Belastungsstörung, Konzentrations- und Merkschwierigkeiten und mit insgesamt eingeschränkter Lebensqualität verknüpft.

Ziel der Studie ist die deutschlandweite, systematische Erfassung von Patienten mit schwerem Lungenversagen und deren Lebensqualität nach abgeschlossener Behandlung sowie die Identifikation von Qualitätsmerkmalen der gesamten Versorgungskette. Im Rahmen der Versorgung werden relevante Voraussetzungen bei 2.400 Patienten erfasst sowie die Struktur- und Prozessqualität der beteiligten Institutionen dokumentiert. Bei den Rahmenbedingungen wird folgendes untersucht:

medizinische (Diagnosen, Vitalparameter, Erkrankungsschwere, Beatmung, Organfunktionen)
soziodemographische (Geschlecht, sozio-ökonomischer Status, Familien- und Wohnverhältnisse)
psychosoziale (soziale Unterstützung, Depression, Stresssymptome)

Anschließend erfolgt die wiederholte Nachbefragung der Patienten in Bezug auf Lebensqualität und Rückkehr ins Erwerbsleben.

Das Vorhaben soll Stärken und Schwächen der Versorgungskette von Patienten mit akutem Lungenversagen identifizieren sowie konsekutiv gezielte Ansätze zur Korrektur und nachhaltigen Steigerung des Behandlungserfolges ermöglichen.
Methodik DACAPO ist eine Kohortenstudie mit einem prospektiven multizentrischen Design. Rekrutierungsorte sind hauptsächlich Intensivtherapiestationen, die im deutschen ARDS-Netzwerk zusammengeschlossen sind. Es ist geplant, 2400 Patienten mit ARDS zu rekrutieren, um schließlich die Daten von 1500 Überlebenden analysieren zu können. Follow-up-Erhebungen finden 3, 6 und 12 Monate nach Entlassung von der Intensivtherapiestation statt. Die Versorgungsqualität der beteiligten Institutionen (zuweisende Kliniken, Intensivtherapiestationen, Rehabilitationskliniken) wird auf der Ebene der einzelnen Institution über Indikatoren der Prozess- und Strukturqualität sowie über Fallzahlen erfasst. Die primären Endpunkte (gesundheitsbezogene Lebensqualität, Wiedereintritt ins Erwerbsleben) werden mittels Selbstberichtfragebögen erfasst. Darüber hinaus werden Daten zu allgemeinen und ARDS-spezifischen medizinischen Charakteristika der Patienten sowie zu ihrem soziodemographischen Umfeld und psychosozialen Merkmalen erhoben.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 1.500)
   Routinedaten während ITS-Aufenthalt  (Stichprobengröße: 2.400)
Studiendesign Kohortenstudie (prospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 16.03.2016