[Zurück zur Trefferliste]

FaBeLK - Längere Fahrzeiten für bessere Behandlungsqualität am Beispiel der Lebertransplantation und Knietotalendoprothese

eine Pilotstudie zum Vergleich zweier Rekrutierungsmöglichkeiten

 

Projektkennung VfD_FaBeLK_16_003715
Laufzeit von 01/2016 bis 12/2017
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Operationsrisiken sind Patienten bereit in Kauf zu nehmen, um in einem nahgelegenem Krankenhaus behandelt zu werden, wenn es nachweislich alternative Krankenhäuser mit einer höheren Behandlungsqualität, aber längerer Fahrzeit gibt?
Hintergrund / Ziele Die Einführung einer Mindestmenge stellt einen erheblichen Eingriff in die Versorgungslandschaft dar, weil bestimmte Leistungserbringer nicht mehr die Kriterien erfüllen bestimmte Prozeduren zu erbringen. Daraus können für Patienten größere Fahrzeiten zu Krankenhäusern entstehen. Bisher liegen kaum Studien vor, die untersuchen, ob längere Fahrzeiten von Patienten in Kauf genommen werden, um Risiken zu minimieren. Die Ausnahme bilden hier zwei Studien aus den USA, wobei die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Deutschland, insbesondere aufgrund eines anderen Gesundheitssystems, mit unterschiedlicher Versorgungsdichte und unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten fraglich erscheint.
Ziel der Studie ist es, Erkenntnisse über Patientenpräferenzen aus dem deutschen Kontext zu gewinnen und somit einen maßgeblichen Beitrag zur Diskussion um Mindestmengen zu leisten.
Methodik Es werden Studienteilnehmer im Alter zwischen 50 und 69 Jahren mit gutem deutschen Sprachverständnis sowie ohne geistige Einschränkungen rekrutiert. Dies geschieht zum einen durch die Identifizierung der Teilnehmer im Krankenhaus (n=90), zum anderen durch Stichproben der Einwohnermeldeämter (städtisch n=30, teils städtisch n=30 und ländlich n=30).
Um den Teilnehmern zuvor die Time-Trade-Off (TTO) Methode näher zu bringen, werden sie anhand eines einfachen Beispiels darauf vorbereitet. Sobald das Prinzip verstanden wurde, werden den Studienteilnehmern zwei fiktive Szenarien vorgestellt, anhand derer sie in die Lage versetzt werden sollen zum einen vor einer Operation für eine Knie-TEP und zum anderen vor einer Lebertransplantation zu stehen.
Hierbei werden Ihnen 2 unterschiedlich weit entfernte Krankenhäuser vorgestellt, mit unterschiedlichen Operationsrisiken. Das Risiko in dem nahe gelegenem Krankenhaus bleibt gleich, das im entfernten wird sukzessive reduziert, bis der Teilnehmer sich für das entfernte Krankenhaus entscheidet. Jeder Studienteilnehmer durchläuft das Experiment fünf Mal; jeweils einmal für jedes Operationsrisiko. Beim Knie-TEP handelt es sich bei den Risiken um Mortalität, chirurgische Komplikationen und Revision, bei der Lebertransplantation um die Krankenhausmortalität und die 3-Jahres Überlebenswahrscheinlichkeit.
Im Rahmen der Präferenzermittlung wird der Wert des Operationsrisikos festgehalten, bei dem sich der Studienteilnehmer für das entferntere Krankenhaus entscheidet (Schwellenwert). Die Daten werden mit einer statistische Datenanalyse ausgewertet.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 180)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 50 bis 69 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 10.02.2016