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Akzeptanz und Effektivität einer Online-Intervention für Menschen mit depressiver Symptomatik in der Wartezeit auf ambulante Psychotherapie

 

Projektkennung VfD_16_003714
Laufzeit von 02/2016 bis 12/2017
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Diese Studie untersucht die Akzeptanz und die Effektivität einer Online-Intervention bei Menschen mit depressiver Symptomatik, die auf einen ambulanten Psychotherapieplatz warten.
Hintergrund / Ziele Psychotherapeutische Ambulanzen und Praxen in Deutschland verfügen über begrenzte Ressourcen und können den Therapiebedarf nur mit langen Wartezeiten vor Therapiebeginn abdecken. Eine Möglichkeit, die Versorgungslücke zu schließen, besteht in dem Einsatz von webbasierten Interventionen. Diese sind hoch wirksam bezüglich Symptomreduktion und können aufgrund ihrer Kosteneffizienz und zeitlich-räumlichen Unabhängigkeit flexibel im Versorgungssetting eingesetzt werden. Bei depressiven Erkrankungen ist die Wirksamkeit von Online-Interventionen vielfach bestätigt. Zur Überprüfung der Effektivität von Online-Interventionen im Rahmen der Routineversorgung, soll eine Depressions-Intervention für Therapieinteressenten in der Wartezeit auf ambulante Psychotherapie implementiert und evaluiert werden.
Methodik Therapieinteressierte werden nach ihrem Erstkontakt mit der psychotherapeutsichen Ambulanz postalisch über die vorliegende Studie informiert und im Falle einer Einwilligung auf das Vorliegen depressiver Symptome gescreent. Alle Teilnehmer, die oberhalb des Depressions-Cutoffs liegen und die Einschlusskriterien erfüllen, werden in die Studie eingeschlossen und zur Prä-Messung eingeladen. Die Messung erfolgt elektronisch und erhebt den Schweregrad der depressiven Symptomatik, sowie weitere sekundäre Outcomemaße (z.B. psychische Belastung, Lebensqualität). Die Teilnehmer werden dann randomisiert der Wartekontroll- bzw. der Interventionsgruppe zugewiesen. Die Interventionsgruppe erhält unmittelbaren Zugang zu einer siebenwöchigen Online-Intervention. Die Kontrollgruppe erhält die Standardversorgung der jeweiligen Ambulanz, sowie einen verzögerten Zugang zur Online-Intervention (ohne e-Coach) nach Abschluss der Follow-up-Erhebungen. Die Postmessung erfolgt sieben Wochen nach Randomisierung, die Follow-Up-Erhebung erfolgt 3 Monate nach der Postmessung. Neben den Daten zur Depressivität und sekundären Outcomemaßen, werden in der Interventionsgruppe auch Akzeptanzmaße zur Online-Intervention erhoben. Außerdem werden Inanspruchnahme und Dropoutraten, auch in Anhängigkeit von wichtigen Patientencharakterisika, analysiert und ausgewertet. Zusätzlich werden 12 Interventionsteilnehmer (6 Completer und 6 Dropouts) in qualitativen Interviews zu ihren Erfahrungen und ihrer Zufriedenheit mit dem Online-Training befragt.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung online  (Stichprobengröße: 140)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 20.01.2017