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Prozesszeiten: EPICS-V - Door-to-Doc-Time in der Notaufnahme und der Zusammenhang zum Patientenaufkommen

Emergency Processes in Clinical Structures –(EPICS)-V

 

Projektkennung VfD_Prozesszeiten:_E_15_003640
Laufzeit von 08/2015 bis 08/2016
Webseitehttp://notfallmedizin.charite.de/forschung_lehre/campus_charite_mitte_ccm_campus_virchow_klinikum_cvk/forschung/emergency_processes_in_clinical_structures_epics/
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Das primäre Studienziel ist die Untersuchung der „door-to-doc-time“ und der Zusammenhang mit dem Patientenaufkommen in der Notaufnahme.
Studienhypothese:
Die Studie hat explorativen Charakter, vermutet wird jedoch eine Verlängerung der „door-to-doc-time“ in Phasen erhöhten Patientenaufkommens („overcrowding“).
Sekundär sollen weitere Prozesszeiten sowie patientenbezogene Endpunkte untersucht werden. Vermutet wird ein Anstieg der Krankenhausmortalität bei Patienten, die sich in Zeiträumen größeren Patientenaufkommens in der Notaufnahme vorstellten, behandelt und stationär aufgenommen bzw. verlegt wurden.
Hintergrund / Ziele Das „crowding“, also die Überfüllung der Notaufnahmen, die zu einem Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen durch das Patientenaufkommen und den Ressourcen der Notaufnahme führt, bedingt nicht nur eine geringere Zufriedenheit der Mitarbeiter der Notaufnahme und der Patienten, sondern auch ein verschlechtertes Outcome für diese . Als Ursache wird die Verlängerung von Prozesszeiten in der Notaufnahme diskutiert. In besonderer Weise hiervon betroffen ist die für einen funktionierenden Patientenumschlag wichtige „door-to-doc-time“. Studien haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sich dieser Zeitraum deutlich verlängert, wenn die Zahl der Patienten in der Notaufnahme ein im Vergleich zu den personellen Ressourcen kritisches Maß erreicht. Unter diesem Umstand leidet die Patientensicherheit. Gleichzeitig füllen sich bei verlängerter Wartezeit der Patienten die Wartezimmer und das Patientenaufkommen in der Notaufnahme steigt. Dies führt dazu, dass Patienten, bei denen möglicherweise eine Diagnostik und Behandlung indiziert wäre, die Notaufnahme noch vor Arztkontakt verlassen („leave without being seen“). Bisher zeigen nur wenige Studien eine Verlängerung der „door-to-doc-time“ in Zeiträumen von erhöhtem Patientenaufkommen. Studien, die einen Zusammenhang zwischen erhöhtem Patientenaufkommen und der Krankenhausmortalität untersuchen, sind ebenso rar. Ein vertieftes Verständnis möglicher Ursachen einer Verlängerung der „door-to-doc-time“ im klinischen Ablauf eröffnet die Möglichkeit in Zukunft Strategien zur Lösung der zugrunde liegenden Problematik zu finden und die Behandlung in der Notaufnahme für Patienten zufriedenstellender und sicherer zu gestalten. Das Ziel ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem erhöhten Patientenaufkommen in den Notaufnahmen („crowding“) und den Notaufnahmen-Prozesszeiten sowie patientenbezogenen Endpunkten.
Methodik Bei der geplanten Studie handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, welche im Wesentlichen die im klinischen Verlauf in der Rettungsstelle routinemäßig erhobenen Daten auswertet. Die nicht routinemäßig erhobenen Daten umfassen Daten zur Krankenhausmortalität und zur stationären Gesamtliegedauer der Patienten der Notaufnahme in aushäusigen Krankenhäusern, in die sie nach der Behandlung in der Notaufnahme verlegt wurden. Es werden routinemäßig erhobene Patientendaten aus dem Klinikinformationssystem (SAP) abgefragt. Vornehmlich sind dies Daten zu Uhrzeiten bestimmter Landmarken während des Aufenthalts des Patienten in der Notaufnahme, wie beispielshalber die Ankunftszeit und die Uhrzeit des Erstkontaktes mit dem Arzt. Darüber hinaus werden aber auch klinische Routinedaten zu Patientencharakteristika abgefragt, die möglicherweise Einfluss auf eine Verlängerung der „door-to-doc-time“ haben könnten (z.B. Triagestufe, Komorbiditäten, etc.). Zusätzlich zu den routinemäßig erhobenen Daten werden die Aufenthalte auf einer Intensivstation der Charité sowie die Gesamtlänge der stationären Behandlung und die Krankenhausmortalität der Patienten, die nach ihrer Behandlung in der Notaufnahme auf eine Station verlegt werden, in der Charité sowie in externen Kliniken abgefragt.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Beobachtungsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 08.06.2015