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inForm - Identifikation von fördernden und hinderlichen Faktoren der sozialen Teilhabe bei rheumakranken Menschen auf Basis eines Mixed-Methods-Designs

 

Projektkennung VfD_inForm_15_003610
Laufzeit von 01/2015 bis 12/2015
Status des Projekts laufend
GesamtprojektEntwicklung und Evaluation einer Intervention zur Vermittlung kommunikativer Kompetenzen für rheumakranke Menschen auf der Basis einer Analyse kommunikationsbezogener Faktoren der sozialen Teilhabe

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche hinderlichen und fördernden Kontextfaktoren sind für die soziale Teilhabe an wichtigen Lebensbereichen (Beruf, Familie, Freizeitaktivitäten) aus der Perspektive der Betroffenen mit rheumatischen Erkrankungen und aus der Perspektive der Sozialberater relevant?
Hintergrund / Ziele Menschen mit rheumatischen Erkrankungen berichten oft ausgeprägte Einschränkungen der sozialen Teilhabe. Viele der teilhabebeeinträchtigten Bereiche betreffen soziale Interaktionen und somit kommunikative Situationen. Zu denken ist z.B. an krankheitsbezogene Gespräche mit Behandlern (z.B. Ärzten, Therapeuten), mit Arbeitgeber und Arbeitskollegen oder mit Menschen aus dem Alltagsleben (Familie, Nachbarn, Kollegen, Bekannte). Dabei werden zum Beispiel Probleme wie Stigmatisierung, Überforderung oder Unverständnis thematisiert. Als einschränkender Faktor kann dabei u.a. kommunikatives Verhalten des Betroffenen gesehen werden, das nicht optimal auf die Situation und das Verhalten des Gesprächspartners ausgerichtet ist.
Während die Kommunikationskompetenzen von Ärzten häufig untersucht wurden, gibt es nur vergleichsweise wenige Ansätze zur Förderung der Kommunikationskompetenzen der Patienten. Kommunikationsprobleme in krankheitsassoziierten Gesprächssituationen wurden bislang nicht untersucht. Unter Berücksichtigung der Krankheitsdauer und der Krankheitsschwere soll deshalb erstmals in einem partizipativen Projekt mit kontinuierlicher Forschungsbeteiligung von Betroffenen untersucht werden, welche Kommunikationsprobleme Menschen mit (chronischen) rheumatischen Erkrankungen in krankheitsassoziierten Gesprächssituationen berichten.
Die Ergebnisse dieses ersten Teilprojekts werden genutzt, um im zweiten Teilprojekt (Institut für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin am Universitätsklinikum Freiburg) eine bereits bestehende Patientenschulung zur Vermittlung kommunikativer Kompetenzen in Behandlergesprächen („KOKOS-Schulung“) spezifisch für rheumakranke Menschen auszugestalten und um Inhalte zu erweitern, die auf die Kommunikation in anderen teilhaberelevanten
Situationen bezogen sind (z.B. beim Arbeitgeber oder mit Bekannten und Freunden).
Methodik Menschen mit rheumatischen Erkrankungen (mind. 18 Jahre) werden bundesweit über mehrere Zugangswege (u.a. Flyer, Newsletter DRL) in einer Querschnittserhebung Betroffene online befragt. Dabei werden betroffene Mitglieder der DRL als Forschungspartner von Beginn an einbezogen. Neben Fragen zur Quantität und Qualität von krankheitsassoziierten Gesprächen in alltäglichen Situationen (berufliches, privates sowie öffentliches Umfeld) werden über den U-Bogen-24 [3] Kommunikationsdefizite in diesen Gesprächssituationen erhoben. Zur Untersuchung der Forschungsfrage wird die Instruktion des Instruments auf krankheitsassoziierte Gesprächssituationen angepasst. Im Anschluss an die Onlinebefragung werden erneut Teilnehmer rekrutiert, die, ebenfalls online, den U-Bogen-24 mit der Originalinstruktion ausfüllen. So können Kommunikationsdefizite in nicht-krankheitsspezifischen Situationen von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen erfasst werden. Zur Unterscheidung des Verhaltens in der Krankenrolle (alltägliche krankheitsassoziierte Gesprächssituationen) von dem in der Patientenrolle (Arzt-Patienten-Kommunikation) wird das Verhalten im Arztgespräch mit dem KoKo-Fragebogen [4] erfasst. Als Kontrollvariablen werden in beiden Gruppen Persönlichkeitsmerkmale mit dem BFI-10, soziodemografische Daten sowie die Krankheitsdauer und die Krankheitsschwere erfasst.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung online  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 01.06.2015