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Randomisierte kontrollierte Pilotstudie zur Übertragbarkeit des Konzepts der Gruppensprechstunde nach dem Modell der Cooperative Health Care Clinics (CHCCs) auf Deutschland zur hausärztlichen Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 oder Hypertonus

 

Projektkennung VfD_13_003608
Laufzeit von 09/2013 bis 11/2014
Webseitehttp://www.gruppensprechstunde.de
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Es ist das angestrebte Ziel des Gesamtvorhabens (Pilotstudie plus Hauptstudie), das Konzept der Gruppensprechstunden auf seine Übertragbarkeit auf das deutsche Gesundheitssystem zu überprüfen, Adaptionen vorzunehmen, soweit diese sich als notwendig und zweckdienlich erweisen (Pilotstudie), und die Überlegenheit des Konzeptes gegenüber der klassischen Einzelsprechstunde für ausgewählte Patientengruppen zu untersuchen (Hauptstudie).
Sollte es gelingen, ähnlich positive Ergebnisse wie in den bekannten Untersuchungen in Bezug auf die Verbesserung medizinischer Outcomes, der Patienten- und Providerzufriedenheit sowie auf die Kostenentwicklung nachzuweisen, soll ein Antrag an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zur Methodenbewertung gestellt werden.
Hierfür ist das Vorhaben in zwei Teile – eine Pilotstudie und eine Hauptstudie – unterteilt.
Hintergrund / Ziele Die hausärztliche Versorgung ist in ländlichen Regionen Ostdeutschlands in Gefahr. Während die Zahl betreuungsintensiver chronisch Erkrankter, die für die Mehrzahl der ärztlichen Kontakte verantwortlich sind und besonders lange Arztkontakte benötigen, steigt, geht die Hausärztezahl zurück. Die Folgen dieses Auseinanderdriftens sind bereits jetzt Vielerorts spürbar.

Reaktionen hierauf sind finanzielle Anreize für Praxisgründung auf dem Land oder die Verlagerung ärztliche Tätigkeiten auf Praxispersonal. Bei der Lösungssuche bisher außen vor geblieben ist der eigentliche Kern der hausärztlichen Versorgung, die Sprechstunde.

Ein revolutionärer Ansatz, der in Ländern mit ähnlichen Strukturproblemen eingesetzt wird, sind Gruppensprechstunden (GS) für chronisch Erkrankte. GS sind darauf ausgelegt ES zu ersetzen. GS Patienten sollen nur bei dringenden Beschwerden den Arzt für ES separat aufsuchen. Reviews zeigen
• Effizienzgewinne in der Versorgung
• Verbesserungen med. Outcomes
• gesteigerte Zufriedenheit von Patienten
• gesteigerte Zufriedenheit von Ärzten
Methodik In einer RCT wurden GS nach dem Modell der Chronic Health Care Clinics von zwei sachsen-anhaltinischen Hausärzten eingeführt. Über 12 Monaten wurden je Arzt 2 Gruppen à 12 behandlungsintensiver Hypertoniker (>140/90 mmHg, >55 Jahre, >10 Praxisbesuche im vergangenen Jahr) alle 2 Monate zu GS eingeladen. In Summe wurden 6 GS pro 12er Gruppe angeboten. Die Kontrollgruppe (KG), je Praxis 24 Patienten, wurde in Einzelsprechstunden (ES) behandelt.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 96)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 2)
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 48)
   Experiment  (Stichprobengröße: 96)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 55 bis 0 Jahre
Ergebnisse Patienten zeigen eine hohe Teilnahme Bereitschaft

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 09.03.2016