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BeHerzt - Wie soziale Ungleichheiten den Behandlungs- und Versorgungsverlauf bei koronarer Herzerkrankung beeinflussen.

Eine qualitative Studie aus Sicht multimorbider älterer Patienten

 

Projektkennung VfD_BeHerzt_14_003599
Laufzeit von 06/2014 bis 09/2016
Webseitehttp://www.ims.uni-halle.de/forschung/forschungsprojekte/laufende_projekte/beherzt/
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welchen Einfluss haben soziale Ungleichheiten auf den Zugang, die Inanspruchnahme und die Qualität gesundheitlicher Versorgungsleistungen in den einzelnen Versorgungsphasen bei KHK?
Lassen sich bestimmte Einflussfaktoren und Mechanismen identifizieren, die zu sozialen Ungleichheiten in der Versorgung führen?
Wie interagieren und akkumulieren soziale Ungleichheiten über den Behandlungs- und Versorgungsverlauf?
Hintergrund / Ziele Die koronare Herzkrankheit (KHK) zählt weltweit zu den führenden Todesursachen. Trotz klarer diagnostischer Kriterien und etablierter Leitlinien zeigen internationale Studien, dass Ungleichheiten im Zugang zu kardiologischen Versorgungsleistungen zu Lasten von Personen mit niedrigem sozialem Status existieren. Erste Ergebnisse aus verschiedenen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung zeigen auch für Deutschland, dass Personen mit niedrigem Sozialstatus oft diejenigen Gruppen sind, die am wenigsten von Versorgungsleistungen erreicht werden. Der Großteil der Studien folgt bisher einem quantitativen Ansatz, der beschreibende Ergebnisse über den Einfluss vordefinierter Faktoren in einem Versorgungssektor untersucht. Die Perspektive der Patienten und seine Versorgungserfahrungen wurden dabei bislang selten berücksichtigt.
Ziel der Studie ist es, im Rahmen einer qualitativen Längsschnittstudie den Einfluss sozialer Faktoren auf den Zugang zur medizinischen Versorgung sowie auf die Inanspruchnahme und die Qualität von Versorgungsleistungen bei Patienten mit KHK zu untersuchen.
Methodik Es wurden im Rahmen einer qualitativen Längsschnittstudie 48 Patienten mit KHK im Alter von 60 und 80 Jahren zweimal innerhalb von 6 Monaten mittels leitfadengestützter Interviews mündlich befragt. Im Rahmen eines qualitativen Stichprobenplans wurden Patienten mit Koronorarer Herzkrankheit, sowie stabiler Angina pectoris, akutem Koronarsyndrom oder Herzrythmusstörungen ausgewählt. Die Patienten wurden konsekutiv in der kardiologischen Abteilung einer Universitätsklinik rekrutiert und zum Ende des stationären Klinikaufenthaltes interviewt. Die 48 Baseline-Interviews wurden zwischen November 2014 und April 2015 durchgeführt. Die Baseline-Interviews enthielten Leitfragen zur Krankheitsgeschichte, den Erfahrungen bei der Behandlung und Versorgung der Herzerkrankung, sowie die wahrgenommene Qualität der Behandlung. Zum zweiten Befragngszeitpunkt nach 6 Monaten konnten 39 Patienten erneut befragt werden. Die Interviews wurden transkribiert und in Anlehnung an die Grounded Theory mit der Software MAXQDA ausgewertet.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 48)
Studiendesign Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 60 bis 80 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 19.10.2016