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Potentiell vermeidbare Krankenhausaufnahmen bei chronischen Erkrankungen in Deutschland

Analysen auf kleinräumiger Ebene

 

Projektkennung VfD_14_003580
Laufzeit von 06/2014 bis 05/2017
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Ausprägungen zeigen die Aufnahmeraten bei chronischen 'ambulatory care sensitive conditions' (ACSC) im Zeitverlauf in Deutschland sowie in räumlicher Analyse auf Kreisebene? Durch welche Determinanten werden diese Indikatoren bestimmt?
Hintergrund / Ziele Die Erkrankungen Hypertonie, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus, Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zählen zur Gruppe der 'ambulatory care sensitive conditions' (ACSC). Als ACSC werden Gesundheitsstörungen bezeichnet, welche bei einer qualitativ und zeitlich effektiven ambulanten Versorgung gut kontrollierbar sind. Aus diesem Grund gelten Krankenhausaufnahmen mit diesen Hauptdiagnosen als potentiell vermeidbar. Die Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nutzt bevölkerungsbezogene Raten potentiell vermeidbarer Krankenhausaufnahmen als Indikatoren für den Zugang zur und die Qualität der ambulanten Versorgung in ihren Mitgliedsländern.

Ziel des Projektes ist eine Darstellung dieser Indikatoren auf kleinräumiger Ebene in Deutschland. Hierbei sollen sowohl Unterschiede zwischen den Geschlechtern aus auch die Entwicklungen im Zeitverlauf beschrieben werden. Entscheidungsträger erhalten auf dieser Basis detaillierte Informationen über Regionen mit Optimierungspotential in Zugang und Qualität der ambulanten Versorgung. Die Verbindung der Indikatoren mit potentiellen Determinanten in ermöglicht es, Handlungsempfehlungen für Raumeinheiten mit hohen Aufnahmeraten zu entwickeln und Maßnahmen spezifisch auszurichten. Ein besonderes Augenmerk liegt in dieser Untersuchung auf vulnerablen Bevölkerungsteilen wie der älteren Bevölkerung oder Menschen mit einem hohen Schweregrad der Erkrankungen.
Methodik Die Indikatoren werden auf Basis stationärer Abrechnungsdaten ermittelt und beinhalten Behandlungsfälle von allen Krankenhäusern, die nach dem DRG-Vergütungssystem abrechnen. Datenbasis stellt die DRG-Statistik des statistischen Bundesamtes dar, aus welcher die Indikatoren über Datenfernabfragen für die Jahre 2005 bis zunächst 2012 ermittelt werden. Die allgemeinen Indikatoren ergeben sich aus allen Behandlungsfällen der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15+), welche eine Hauptdiagnose gemäß der Indikatorendefinitionen der OECD aufweisen. Diese werden in Bezug zur Bevölkerung der jeweiligen Raumeinheit im untersuchten Jahr gesetzt und nach Geschlecht stratifiziert. Zum Vergleich der Raumeinheiten werden eine indirekte Altersstandardisierung sowie eine Prävalenzadjustierung der Raten angewandt. Das Vorgehen zur Ermittlung von Indikatoren der älteren Bevölkerung sowie der Indikatoren nach Schweregrad erfolgt äquivalent. Eine Deskription der Ausprägungen der Indikatoren wird in Form von Zeitreihen, kleinräumigen Karten sowie mittels Funnel Plots durchgeführt. Die Analyse von demographischen und sozio-ökonomischen Einflussfaktoren sowie Determinanten der Versorgungsstruktur erfolgt in Form von multivariaten Modellen.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Längsschnittstudie
Ökologische Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 15 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 16.06.2015