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SAPHIR - Interventionsstudie zur Optimierung des präventiven Verhaltens erstgradig Verwandter, die mittelbar durch an kolorektalem Karzinom erkrankte Patienten betroffen sind

 

Projektkennung VfD_SAPHIR_14_003577
Laufzeit von 03/2014 bis 10/2016
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Kann eine Schulung und Befähigung von Patienten, die an einem kolorektalem Karzinom erkrankt sind, die Bereitschaft zur Prävention erstgradig Verwandter gemäß Leitlinen signifikant verbessern?
Wie ist die Qualität einer solchen Aufklärungsform und führt sie zu einer Teilnahme der Angehörigen an einer Vorsorgekoloskopie?
Wie ist die Wirtschaflichkeit einer solchen Befähigungsmaßnahme?
Hintergrund / Ziele Das kolorektale Karzinom ist bundesweit die zweithäufigste Krebserkrankung. Eine gezielte Vorsoge mittels Koloskopie kann eine fortgeschrittene und damit letal verlaufende Erkrankung in über 75% der Fälle vermeiden. Die Vorsorgekoloskopie wird von den gesetzlichen Krankenkassen seit 2002 allen Versicherten ab dem 55 Lebensjahr angeboten, die Akzeptanz liegt kumulativ aber nur bei 20%. Daten zur Inanspruchnahme der Vorsorgekoloskopie durch Angehörige von an Darmkrebs Erkrankten liegen bislang nicht vor, obwohl gerade diese Personengruppe durch ein präventionsaverses Verhalten besonders gefährdet ist.
Ziel des Projektes ist zum einen die signifikante Steigerung der Akzeptanz zur Vorsorge von Angehörigen und zum anderen die qualitative Erhebung der Einstellung und Erfolgschancen von Patienten und Angehörigen zu so einer Art der Informationsvermittlung. Zudem wird die Wirtschaftlichkeit dieser Intervention analysiert.
Methodik In dieser Interventionsstudie werden drei Studienarme A,B und C benutzt.
In einem quantitativen Part werden im Studienarm A und B werden jeweils Daten von 133 Patienten erfasst und randomisiert ,die neu an einem kolorektalem Karzinom erkrankt sind. Der Studienarm C bildet eine historische Kohorte (n=50).
133 Patienten im Studienarm A werden von einem Arzt/geschulten Personal befragt und mittels eines Vortrages geschult und befähigt, ihre erstgradigen Angehörigen über eine Vorsorgekoloskopie aufzuklären. Nach 6 Monaten erfolgt eine Erfassung der bei erstgradig verwandten Familienangehörigen durchgeführten Vorsorgekoloskopie.Zusätzlich werden die Patienten und auch Angehörigen in einem qualitativen Ansatz mittels Interviews und Fokusgruppen über die Qualität und Interaktion befragt.
Bei den 133 Patienten im Arm B erfolgt keine weitere Intervention. Die erstgradigen Angehörigen werden erfasst und nach 6 Monaten die Anzahl der Vorsorgekoloskopien erhoben.
Arm C bildet ein historisches Kollektiv mit zurückliegender Erkrankung des Indexpatienten vor 12-18 Monaten und die Erfassung des Vorsorgeverhaltens der Angehörigen.
Abschließend wird die Wirtschaftlichkeit im Rahmen einer Gegenüberstellung der Aufklärungskosten und Vorsorgeuntersuchungskosten im Vergleich zu vermiedenen medizinischen und ökonomischen Folgekosten analysiert.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: k.A.)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Interventionsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 09.05.2016