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Die Bedeutung von Führungsdyaden für das Zusammenspiel und die medizinische Qualität der Versorgung auf neonatologischen Intensivstationen

 

Projektkennung VfD_15_003551
Laufzeit von 04/2015 bis 08/2015
Status des Projekts laufend
GesamtprojektUoC Forum "Managerial Risk Factors in Medicine"

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Im Rahmen unseres Forschungsprojektes möchten wir versuchen, den Einfluss des Leitungspersonals auf die Leistungsfähigkeit neonatologischer Intensivstationen besser zu verstehen. Im Fokus unserer Untersuchung steht die Frage, wie und wann das ärztliche und pflegerische Führungspersonal einer NICU ein sicherheitsförderliches Klima und eine interprofessionelle Zusammenarbeit positiv beeinflussen und damit letztendlich Einfluss auf eine höhere Qualität der Patientenversorgung nehmen kann. Die Forschungshypothese lautet: Haben Führungsfertigkeiten des Leitungspersonals, sowie die relationalen Affekte und die Zielkongruenz innerhalb der Leitungsdyaden, einen Effekt auf Safety Climate und Climate for Collaboration – und damit auf die Behandlungsqualität der Kinder auf einer NICU?
Hintergrund / Ziele Die bisherige Forschung lässt vermuten, dass die Leistungsperson eine besondere Rolle spielt für die Atmosphäre auf der Station hinsichtlich Sicherheit und Zusammenarbeit. Im Fokus des vorliegenden Teilprojekts steht die Untersuchung von individueller Führungsfertigkeit, der affektiven Konfiguration sowie der Zielkongruenz dyadischer Führungsteams als Einflussfaktor für die Arbeitsatmosphäre unter Teammitgliedern. Konkret soll untersucht werden, ob die genannten Faktoren auf Leitungsebene die wahrgenommene Bedeutung von Sicherheitsaspekten (Safety Climate) und interprofessioneller Zusammenarbeit (Climate for Collaboration) auf der Station beeinflussen. Zur Untersuchung des angenommenen Zusammenhangs, und zum Nachweis dessen praktischer Relevanz, soll auf medizinische Outcomeparameter zurückgegriffen werden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Fertigkeiten und Strukturen auf Ebene der Leitung einer NICU zu identifizieren, die mit der Qualität der Versorgung in Verbindung stehen. Darauf aufbauend können Handlungsempfehlungen für die Zusammenstellung und Förderung effektiver Leitungsteams auf NICUs abgeleitet werden, deren Konfiguration und Zusammenarbeit positiv auf die gesamte Station – und damit auch auf die Qualität der Versorgung – wirken.
Methodik Das Projekt soll als zweistufige, prospektive, fragebogenbasierte Multicenter-Studie innerhalb eines viermonatigen Zeitraums durchgeführt werden. Für die Erklärung der Teilnahme (1. Schritt), die durch beide Leitungspersonen der NICU erfolgen muss, sowie die Fragebogenerhebung (2. Schritt) werden jeweils rund acht Wochen ab Versand der Unterlagen geplant. Die statistische Analyse im Anschluss an die Erhebung erfolgt mittels etablierter statistischer Programme (Stata, SPSS) und Verfahren (Regressionsanalysen). Die Datengrundlage für die statistisch zu prüfende Assoziation mit dem medizinischen Outcome der Zentren bilden die öffentlich zugänglichen indikatorbasierten Daten zur externen Qualitätssicherung in der Neonatologie, die durch das AQUA-Institut für jedes Zentrum in Deutschland erhoben und aufbereitet (risikoadjustiert) werden. Des Weiteren werden über den Fragebogen des Leitungspersonals wenige, auf Zentrumsebene aggregierte, Qualitätsdaten erhoben. Die betrachtete Grundgesamtheit umfasst alle Level I und Level II Perinatalzentren in Deutschland, deren Anzahl sich nach eigener Recherche etwa auf 228 Einrichtungen beläuft. Teilnehmende Gruppen in den einzelnen Zentren sind die Leitung der Neonatologie, bestehend aus ärztlicher Leitung und pflegerischer Leitung (jeweils eine Person) des ärztlichen und pflegerischen Dienstes auf der NICU.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 912)
   Befragung online  (Stichprobengröße: 156)
   Befragung mittels Fragebogen  (Stichprobengröße: 912)
Sekundärdaten
   Externe Qualitätssicherung  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 1 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 25.02.2015