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CarEMi - Pflegevorstellung älterer türkischer und türkisch-stämmiger Migrant_innen der ersten Gastarbeitergeneration

Anspruch und Wirklichkeit im Versorgungssystem in Zeiten des Demographischen Wandels - Care of Elderly Migrants

 

Projektkennung VfD_CarEMi_13_003540
Laufzeit von 11/2013 bis 10/2016
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Mittels qualitativer Interviewdaten zielt die Untersuchung auf die Entwicklung eines Verständnisses für die subjektiven Pflegevorstellungen im Alter und den persönlichen Erfahrungen im Gesundheitswesen von türkischen bzw. türkisch-stämmigen Migrant_innen der ersten Gastarbeitergeneration vor dem Hintergrund ihrer persönlicher Erfahrungen im deutschen Gesundheitssystem.
Hintergrund / Ziele Wie lässt sich effizient und effektiv eine kultursensible Versorgung von älteren türkischen und türkisch-stämmigen Migrant_innen im Alter gestalten? Wie stellen sie sich ihre Pflege im Alter vor? Was wird von Angehörigen, Hausärzt_innen, Pflegedienste- und Pflegeinstitutionen erwartet? Wie lassen sich diese Erwartungen an das deutsche Gesundheitssystem mit der Versorgungsrealität vereinbaren? Genügt die Versorgung von türkischen Migrant_innen dem Anspruch der „Charta der Rechte pflege- und hilfebedürftiger Menschen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)?

Das Ziel ist die Entwicklung eines Versorgungskonzeptes für ätere türkische und türkisch-stämmige Migrant_innen mit ersten Ansätzen einer praktischen Umsetzung und Integration in das Konzept der “Gesundheitskonferenz”, welches von der Landesregierung von Baden-Württemberg genutzt wird, um die demographische Transition zu verbessern, insbesondere bezüglich der Versorgung älterer Türkischer Migrant_innen die zur ersten Gastarbeitergeneration in Deutschland gehören und als Beispiel für ein kultursensibles, effektives Gesundheitsversorgung System von Migrant_innen in Deutschland dienen.

Erstellt wird dieses Versorgungskonzept auf der Grundlage der Perspektiven und Erfahrungen, die Angehörige, speziell die Kinder und Enkelkinder, mit der Thematik haben. Die Expertenperspektive wird über betreuende Hausärzt_innen und Expert_innen u.a. aus Pflegeinstitutionen abgebildet werden. Es sollen vorhandene Wissenslücken geschlossen werden um umsetzbare Handlungsoptionen für die Versorgungsgestaltung entwickeln zu können.
Übergeordnete Ziele des Forschungsvorhabens sind
a) Die Konzeption einer zielgruppenorientierten Gesundheits- und Pflegeversorgung für türkische bzw. türkisch-stämmige Migrant_innen im Alter gemeinsam mit den Betroffenen und Expert_innen zu entwickeln.
b) Ein „bringing-into-practice“ Workshop, der den ersten Schritt zur Umsetzung bilden soll. Der Praxistransfer soll in das Konzept „Gesundheitskonferenz“ der Landesregierung Baden-Württemberg integriert werden; ein Handbuch und ein Schulungskonzept sind weitere Elemente des Praxistransfers.
Methodik Qualitative Datenanalye (Software: MaxQda®) basierend auf der Inhaltsanalyse nach Mayring, durchgeführt von zwei unabhängigen Wissenschaftler_innen.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 32)
Sekundärdaten
   Niedergelassene Ärzte  (Stichprobengröße: 11)
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: 3)
   Rentenversicherung  (Stichprobengröße: 1)
   Pflegeinstitutionen und -beratung  (Stichprobengröße: 7)
   Medizinische Fachangestellte  (Stichprobengröße: 2)
Studiendesign Literaturarbeit
   Systematische Literaturrecherche
Qualitative Studie

Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 65 bis 99 Jahre
von 30 bis 50 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 16.03.2016