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Apomarkt - Abgabeverhalten von Apotheken und Wahl der Abgabestätte durch den Versicherten auf dem deutschen Apothekenmarkt

 

Projektkennung VfD_Apomarkt_13_003506
Laufzeit von 09/2013 bis 12/2016
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Analyse und Identifizierung von Unterschieden bei der Produktauswahl durch die Apotheken und möglicher Ursachen hierfür

Analyse der Apothkenwahl: Versicherte als Käufer
Hintergrund / Ziele Apotheken nehmen eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in Deutschland ein. Ihnen "obliegt die im öffentlichen Interesse gebotene Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung". Im Jahr 2011 betrug der Wertschöpfungsanteil der Apotheken 4,21 Mrd. Euro bzw. 15,4% der 27,37 Mrd. Euro an GKV-Arzneimittelausgaben. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Aufwendungen für die Abgabe von Arzneimittel in Deutschland keinen geringen Stellenwert an den Gesamtausgaben für Arzneimittel einnehmen.

Ziel des Projektes ist es daher, das Abgabeverhalten von Apotheken bzw. das Nachfrageverhalten der Versicherten in Bezug auf die Wahl der Abgabestätte (Auswahl der abgebenden Apotheke) zu untersuchen. Das Projekt kann somit in zwei Teilprojekte unterteilt werden:

1) Zum einen sollen Unterschiede bei der Produktauswahl durch die Apotheken analysiert und mögliche Ursachen hierfür identifiziert werden (z.B. Unterschiede in der Einhaltung von Rabattverträgen, in der Abgabe von Generika in der Abgabe von Parallelimporten und in ihrer Markentreue beim Treffen von Auswahlentscheidungen). Dies ist deshalb von besonderer Bedeutung, da die Abgabe von Arzneimitteln durch eine Vielzahl von Regulierungsinstrumenten, z.B. durch die Rabattverträge, vereinbarte Quoten für Parallelimporte und die Aut-idem-Regelung beeinflusst wird. Da für den Erfolge derartiger Maßnahmen zumeist auch die "Compliance", also die Einhaltung der Regulierung seitens der Apotheken entscheidend ist, können die Ergebnisse der geplanten Analysen einen Beitrag dazu leisten, die Wirksamkeit bestehender Regulierungsinstrumente zu verbessern. Des Weiteren soll bei den Analysen auch die Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelabgabe aus Sicht der Versicherten (z.B. Minimierung von Versichertenzuzahlungen) überprüft bzw. zwischen den Apotheken verglichen werden. Als Erklärungsansatz differenter Abgabeverhalten, sollen Merkmale der Apotheken verwendet werden (z.B. Öffnungszeiten gemessen in Stunden, Stadt/Landapotheke).

2) Bei der zweiten Untersuchung, d.h. der Analyse der Apothekenwahl steht der Versicherte als Käufer der Arzneimittel im Mittelpunkt. Hierbei soll zum einen die Art der Beziehung zwischen Versicherten und Apotheke untersucht werden (z.B. Anzahl der Käufe innerhalb eines Jahres, ggf. indikationsbasierte Konzentration der Käufe auf verschiedene Abgabestellen), als auch die Faktoren identifiziert werden, welche die Auswahl der Apotheken durch den Versicherten beeinflussen (z.B. Entfernung der Apotheke vom verschreibenden Arzt, Entfernung der Apotheke vom Wohnort des Versicherten, Merkmale der Apotheke wie Öffnungszeiten, Merkmale des Versicherten wie Alter oder Geschlecht).
Methodik Basierend auf Routinedaten einer großen deutschen Krankenkasse und ggf. basierend auf weiteren Daten zu den Merkmalen von Apotheken, sollen mindestens zwei Analysen durchgeführt werden. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf GKV-Versicherte und verordnungspflichtige Arzneimittel.

Im Rahmen Generalisierter Linearer Regressionsmodelle soll die Wirkung ausgewählter Merkmale von Apotheken (z.B. Stadt-/Landapotheke, Apothekendichte) auf das Abgabeverhalten von Apotheken untersucht werden. Das Abgabeverhalten soll dabei durch Indikatoren wie etwa Einhaltung der Rabattverträge, Abgabequote von Generika und Parallelimporten, Zuzahlungsminimierung (aus Sicht des Versicherten) und Markentreue operationalisiert werden.

Anhand multinominaler Regressionsmodelle bzw. evtl. mit Market share attraction-Modellen soll der Einfluss ausgewählter Versichertenmerkmale auf das Verhalten bei der Auswahl einer Apotheke untersucht werden.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 12.09.2014