[Zurück zur Trefferliste]

Endoprothesen - Standzeiten von Implantaten in der endoprothetischen Versorgung

Eine Analyse von GKV-Routinedaten

 

Projektkennung VfD_Endoprothesen_09_003501
Laufzeit von 06/2009 bis 10/2012
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie lange halten Gelenkendoprothesen?
Hintergrund / Ziele Die vorliegende Arbeit untersucht die Standzeiten für Gelenkendoprothesen (GEP), die je nach Typ 15 und mehr Jahre betragen können. Tatsächlich müssen die GEP jedoch nicht selten vorzeitig entfernt werden. Gründe hierfür sind u.a. in Materialfehlern zu sehen, wie sie zuletzt öffentlichkeitswirksam in der Laienpresse vermehrt berichtet wurden (vgl. Spiegel-Artikel 1/2009). Die Kenntnis über fehlerhafte Implantate ist für die Versicherten von größter Bedeutung, da mit diesen Informationen Schadensersatzansprüche thematisiert werden könnten.
Methodik Ausgehend von den Daten der TK-Versicherten wurden Implantationen von Gelenkendoprothesen (GEP) in Hüfte (OPS 5-821, n=17.393), Knie (OPS 5-823, n=10.498), obere (OPS 5-825, n=763) und untere (OPS 5-827, n=97) Extremität der Jahre 2005 und 2006 untersucht und in Beziehung gesetzt zu dem jeweils ersten Folgeeingriff (FE: Wechsel oder Entfernung der GEP) bei einem gelenkspezifischen Beobachtungszeitraum von 2 Jahren.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: 28.751)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Insgesamt betrugen die Standzeiten der GEP in 3,7% der Fälle ≤ 2 Jahre (Hüfte: 3,5%, Knie: 3,8%, obere Extremität: 6,5%, untere Extremität: 3,5%). Im 2-Jahres-Zeitraum relativ am häufigsten durchgeführt wurden FE für die OPS-Ziffern der Hüfte 5-820.5 (29,2%) und 5-820.7 (10,8%) bzw. des Knies 5-822.0 (8,9%). Die Verteilung der FE innerhalb des 2-Jahres-Zeitraums folgt prinzipiell einer Abklingkurve, die abhängig vom Gelenktyp unterschiedlich steil ausfällt. So erfolgten bei Hüftgelenken 37,5% der FE bereits im ersten Monat nach Implantation (Knie: 7,7%, obere Extremität: 12,8%, obere Extremität: 11,1%). Eine signifikante positive Korrelation besteht zwischen den Behandlungszahlen der Kliniken und dem Outcome im Sinne niedriger FE-Raten.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 06.08.2015