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SHAPE - Sicherheit in der häuslichen Versorgung beatmeter Patienten

Safety in Home Care for Ventilated Patients

 

Projektkennung VfD_SHAPE_13_003482
Laufzeit von 11/2013 bis 10/2016
Webseitehttp://shape.charite.de
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Erfahrungen sammeln beatmete Patienten und Angehörige in der technikintensiven häuslichen Versorgung (HTHC), welche Herausforderungen stellen sich ihnen im Versorgungsalltag und wie begegnen sie diesen?
Was bedeutet aus ihrer Sicht Sicherheit und welche Sicherheitsaspekte sind für sie in der HTHC von besonderer Bedeutung?
Welche Relevanz haben diese Erkenntnisse für die professionellen Helfer bei ihren Bemühungen um die Entwicklung patientenzentrierter Sicherheitsstandards und Risikomanagementstrategien für die HTHC?
Hintergrund / Ziele International sind anspruchsvolle Formen häuslicher Versorgung, die kostenintensive stationäre Aufenthalte für schwer kranke und technik-abhängige Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern ersetzen, weit verbreitet. Die Häusliche Beatmungstherapie erfährt dabei in den letzten Jahren mehr und mehr Aufmerksamkeit, darunter insbesondere auch die häusliche Versorgung beatmungspflichtiger Patienten (Home Mechanical Ventilation - HMV) Diese Form der technikintensiven häuslichen Versorgung (High-Tech Home Care HTHC) wird oft von isoliert arbeitenden professionellen Helfern unter wenig kontrollierbaren Kontextbedingungen durchgeführt. Doch obwohl Aspekte der Patientensicherheit in diesem Kontext von besonderer Bedeutung sind, wurden sie in der Versorgungsforschung bislang nur selten bearbeitet.

Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab, empirische Einblicke in das weitgehend unerforschte Feld der HMV/HTHC in Deutschland zu ermöglichen. Aus der Sicht von Patienten und Angehörigen werden subjektive Aspekte von Sicherheit und Erfahrungen mit der technikintensiven häuslichen Versorgung erhoben und analysiert, um diese Erkenntnisse für die Entwicklung patientenzentrierter Sicherheitsstandards und Risikominierungsstrategien nutzen zu können.
Methodik In der mehrstufig angelegten qualitativ-empirischen Studie werden zunächst (P1) semi-strukturierte problemzentrierte Interviews mit (invasiv) beatmeten Patienten und informellen Helfern durchgeführt. Die Interviews werden um von Mitgliedern des Forschungsteams angefertigte Beobachtungsprotokolle sowie individuell von Patienten und Angehörigen angefertigte Fotos zur häuslichen Versorgungssituation ergänzt. Die Ergebnisse dieser Erhebungen werden in einer zweiten Projektphase (P2) in Focus Groups (N=6) mit Leistungserbringern und konsultierend tätigen Experten diskutiert und reflektiert. Erhebungsregionen sind Berlin / Brandenburg und München / Oberbayern. Die Interviewdaten werden anhand des Kodierparadigmas der Grounded Theory ausgewertet, bei den Focus Groups kommen inhalts- und diskursanalytische Verfahren zur Anwendung. Zudem kommen Verfahren der qualitativen Bildinterpretation in Anlehnung and die dokumentarische Methode zum Einsatz.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 30)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 6)
   Beobachtungen  (Stichprobengröße: 30)
   Bildinterpretation / Photo Voice  (Stichprobengröße: 10)
   Dokumentenanalyse (Pflegedokumentationen)   (Stichprobengröße: 30)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse In der ersten Phase des Projektes wurden insgesamt 21 leitfadengestützte Interviews mit dauerbeatmeten Patienten und 15 Interviews mit deren Angehörigen geführt. Die 36 Interviews wurden orientiert am Kodierparadigma der Grounded Theory ausgewertet und die Ergebnisse werden derzeit berichtsförmig aufbereitet, um sie dann als Originalarbeit in einschlägigen internationalen Review-Journals zur Veröffentlichung einzureichen. Zudem wurden zwischenzeitlich einige Vorträge zu Teilergebnissen gehalten und auch ein Internationales Symposium zum Thema Patientensicherheit in der häuslichen Versorgung durchgeführt.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 13.07.2015