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Erstellung eines Chronic Care Modells für die Region Mürztal

 

Projektkennung VfD_12_003475
Laufzeit von 08/2012 bis 12/2012
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie kann/soll ein Chronic Care Modell für eine bestimmte Region in Österreich (durchschnittlich ältere Bevölkerung als im Rest Österreichs sowie niedrige Bevölkerungsdichte) aussehen?
Hintergrund / Ziele Als eine der größten Herausforderungen für die Versorgungsplanung im 21. Jahrhundert gilt die Zunahme an chronischen Erkrankungen, bedingt u.a. durch die steigende Lebenserwartung. Gleichzeitig funktionieren die etablierten Versorgungsstrukturen nicht mehr in dem gewohnten Maß. In diesem Spannungsfeld ist es Ziel, die Qualität der Versorgung chronisch kranker Personen deutlich zu verbessern, was konzeptionell eine enorme fachliche Anforderung darstellt. Im steirischen Mürztal gibt es im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung Österreichs und der restlichen Steiermark einen höheren Anteil an älteren Personen in teilweise ausgedünnten Strukturen, wodurch sich diese Region besonders gut für den Aufbau eines Chronic Care Modells (CCM) eignet. Ziel des Projekts war die Erstellung eines theoretischen Konzepts als Entscheidungsgrundlage für den Aufbau und das dauerhafte Angebot eines CCM in der Region Mürztal.
Methodik Literaturarbeit
Datenbasis In dem Projekt werden keine Daten verwendet.
Studiendesign Literaturarbeit
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Es galt, ein möglichst flexibel strukturiertes indikationsübergreifendes Programm aufzubauen, das auf bestehende Akteure/innen zurückgreift und darüber hinaus ein Netzwerk an Versorgern schafft. Damit sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patienten/innen bestmöglich und individuell berücksichtigt werden und dennoch Versorgungspfade entstehen. Diese neue Form der Koordination funktioniert durch Hereinnahme neuer Funktionen und Aufgaben, wie das Case Management und die mobile nurses (community nurses) und kann dabei gleichzeitig die ärztliche Ressource besser und zweckmäßiger nutzen als dies heute oft der Fall ist. Damit wird die Versorgungswirksamkeit bestehender Strukturen deutlich erhöht, was angesichts gefühlter Strukturmängel ein wesentlicher Benefit wäre. Das Konzept skizziert, wie ein CCM aufgebaut sein sollte, welche Verantwortlichkeiten und Maßnahmen zu setzen sind und ist in einem ersten Schritt auf die Betreuung von Patienten/innen mit kardiovaskulären Risikofaktoren fokussiert (Hypertonie, Diabetes). Mittelfristig würde es den organisatorischen Rahmen aufspannen, in den weitere integrierte Versorgungspfade für eine stetig wachsende Zahl an Indikationen eingehängt werden können. Insofern ist dies als organisches System zu verstehen, das als theoretischer Nukleus bereits existiert.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 27.05.2014